Blick von vorne auf die Autofähre Fanafjord, die zwischen Halhjem und Sandvikvag unterwegs ist. © imago images Foto: Schöning

Neuer Versuch für Elbfähre von Brunsbüttel nach Cuxhaven

Stand: 02.12.2020 20:00 Uhr

Klappt es diesmal mit der Fähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven? Die künftigen Betreiber der Fährlinie sind sich jedenfalls sicher: Ab März 2021 soll die Fährlinie wieder aufleben.

Das Schiff "Greenferry I" werde im März 2021 den Betrieb auf der Elbe aufnehmen, teilte die Elbferry GmbH am Mittwoch mit. Die Überfahrt werde maximal eine Stunde dauern. Im Drei-Stunden-Takt soll das Fährschiff rotieren. "Eine zusätzliche Verbindung über die Elbe ist aus verkehrlichen Gründen zwingend erforderlich", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Die bisherigen Verkehrswege seien überlastet. Auf der Fähre haben den Angaben zufolge 150 Autos, 28 Lastwagen sowie 600 Personen Platz.

Fährschiff mit LNG-Antrieb

Das 130 Meter lange Schiff ist bislang unter dem Namen "Fanafjord" in Norwegen im Einsatz. Unter dem Namen "Greenferry I" soll die 2007 gebaute Doppelendfähre nach Angaben der neuen Fährgesellschaft über die Elbe fahren. Das Schiff wird mit Flüssigerdgas betrieben. Liquefied Natural Gas (LNG) ist als Kraftstoff in der Schifffahrt auf dem Vormarsch. In Brunsbüttel planen Investoren derzeit ein Import-Terminal und eine Bunkerstation für LNG. So etwas gibt es an der deutschen Küste bisher nicht.

Mehrere Betreiber scheiterten

Die Zahlen der Vergangenheit hätten bewiesen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Verbindung möglich sei, betonte Elbferry-Geschäftsführer Heinrich Ahlers aus Marne (Kreis Dithmarschen). Sein erster Versuch, mit der Elbferry GmbH den Fährbetrieb im Frühjahr 2019 zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen wieder aufzunehmen, war allerdings gescheitert. Nun sind als Gesellschafter die Reederei Strahlmann und die MTB New Energy aus Brunsbüttel mit an Bord des Unternehmens. Zuletzt hatte die Elb-Link Fährgesellschaft nach nur wenigen Monaten den Fährbetrieb eingestellt und im November 2017 Insolvenz beantragt. Davor hatte bereits die Vorgängergesellschaft aufgegeben.

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