Stand: 05.03.2018 13:53 Uhr

Mehr Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote

Im vergangenen Jahr sind 100 Menschen auf den Straßen des Landes ums Leben gekommen, so wenige wie seit Beginn der Aufzeichnungen 1953 nicht. Die Zahl der Verletzten ist auch zurück gegangen. Das besagt der Verkehrssicherheitsbericht, den die Landespolizei am Montag vorgestellt hat. Deutlich angestiegen ist dabei die Gesamtzahl der Unfälle. Waren es 2016 noch 87.508, stieg die Zahl 2017 auf 90.050. Blickt man auf die Entwicklung der Gesamtzahl der Autos in Schleswig-Holstein, zeigt sich, dass auch immer mehr Autos im Land unterwegs sind.

Zu schnell, zu unaufmerksam, zu rücksichtslos

Die drei Hauptunfallursachen sind laut Polizei: Missachtete Vorfahrt mit 18 Prozent der Fälle, Fehler beim Abbiegen mit 17 Prozent und zu schnelles Fahren mit 12 Prozent. Da hat sich in den vergangenen Jahren nichts verändert. Immer öfter hat die Polizei aber mit Fällen von Unfallflucht zu tun. Seit 2007 ist die Zahl um fast ein Viertel gestiegen. Mit neuen Ermittlungsmethoden will die Polizei hier den Tätern auf die Spur kommen.

Immer wieder Unfälle mit Kindern

1.318 Mal gab es Unfälle mit Kindern - ein Wert, der seit 2014 konstant hoch geblieben ist. Die Landespolizei führt das vor allem darauf zurück, dass Kinder immer jünger sind, wenn sie mit dem Fahrrad fahren und der Verkehr immer dichter wird. Zusätzlich beklagt die Polizei, dass die motorischen Fähigkeiten der Kinder oft nicht mehr ausreichend seien. Mit Präventionsmaßnahmen will die Polizei gegensteuern, dazu gehören neben der Radfahrausbildung an Schulen auch die Verkehrsfrüherziehung durch den guten alten Verkehrskasper.

Handy am Steuer? Das wird teuer!

In den Jahren 2016 und 2017 hat die Polizei verstärkt kontrolliert, ob Autofahrer während der Fahrt Handy oder Tablet nutzen. Deutlich mehr Verstöße stellten die Beamten hier fest, 2017 stieg diese Zahl nochmal um elf Prozent. Mittlerweile sind die Bußgelder für Verstöße gegen den sogenannten Handyparagraphen auch deutlich heraufgesetzt worden und liegen seit 2018 zwischen 100 und 200 Euro. Je nach Gefährdungslage müssen Verkehrssünder in so einem Fall mit bis zu zwei Punkten und einem Fahrverbot von bis zu einem Monat rechnen.

Der Verkehrssicherheitsbericht im Überblick

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.03.2018 | 14:00 Uhr

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