Ein mit Bewegungsunschärfe fotografierter Streifenwagen der Polizei in der Frontansicht. © NDR Foto: Julius Matuschik

Mann rast in Malente auf Fußgänger zu - versuchter Totschlag?

Stand: 25.05.2021 15:00 Uhr

Ein Mann aus Ostholstein soll versucht haben, auf der Kellerseestraße in Malente mehrere Fußgänger zu überfahren. Er war erst vor Kurzem aus der Psychiatrie entlassen worden.

Nach dem Vorfall am Pfingstmontag in Malente (Kreis Ostholstein) ermittelt die Mordkommission gegen einen 37 Jahre alten Tatverdächtigen. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft soll der Mann am Pfingstmontag versucht haben mit einem Geländewagen drei Menschen zu überfahren.

Fußgänger rettet sich mit Sprung

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen war der Ostholsteiner mit hoher Geschwindigkeit über die Kellerseestraße in Malente gefahren. Dabei soll er gezielt auf eine Gruppe von Fußgängern zugesteuert sein. Ein 31-Jähriger konnte laut Polizei im letzten Moment zur Seite springen, ein Ehepaar brachte sich hinter einem geparkten Auto in Sicherheit. Danach flüchtete der Fahrer in sein Haus. Zeugen alarmierten die Polizei.

Waffen im Wohnhaus sichergestellt

Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Spezialkräfte der Polizei konnten den Mann in seinem Haus festnehmen. Dort fanden die Beamten auch zahlreiche Hieb- und Stichwaffen. Der 37-jährige Tatverdächtige war gerade erst aus einer Psychiatrie entlassen worden. Ein Sachverständiger geht davon aus, dass er weiter psychisch krank ist. Die Lübecker Staatsanwaltschaft hat ihn deshalb zunächst in einer psychiatrischen Fachklinik untergebracht. Gegen ihn wird jetzt wegen Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.05.2021 | 15:00 Uhr

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