Stand: 06.10.2019 08:45 Uhr

Kraftwerk-Besetzung in Flensburg ist beendet

Die eintägige Besetzung des Steinkohle-Kraftwerks in Flensburg durch Klima-Aktivisten ist beendet. Die Polizei hat das Gelände in der Nacht zu Sonntag geräumt. Gegen 11 Demonstranten wurden Platzverweise ausgesprochen. Die betroffenen Aktivisten mussten von Beamten vom Gelände der Stadtwerke getragen werden. Die Aktion ist nach Angaben eines Polizei-Sprechers ruhig und gewaltlos verlaufen.

Die Stadtwerke duldeten die Aktion

Etwa 20 Klimaschutz-Aktivisten waren am Sonnabendmorgen auf das Gelände des Steinkohlekraftwerks in Flensburg vorgedrungen. Den ganzen Tag über besetzten sie einen Kran, ein Förderband und einen Kohleberg. Außerdem entrollten sie Protest-Banner. Wie ein Polizeisprecher NDR Schleswig-Holstein sagte, lief der Protest friedlich und entspannt ab. Die Stadtwerke duldeten die Aktion.

Motto "Kohle kapern!"

In einer Mitteilung heißt es, die Aktion richte sich gegen ökologische und soziale Folgen der Kohleverstromung fossiler Brennstoffe wie Steinkohle und Erdgas. Die Stadtwerke bezögen Steinkohle aus Russland, "wo der Abbau zu enormen Schäden an Mensch und Natur führt", teilten sie mit. Sie bekundeten ihre Solidarität unter anderem mit den "DeCOALonize"-Protesten, die den sofortigen Ausstieg aus Braun- und Steinkohle fordern.

Am Freitag hatten deswegen rund 160 Menschen die Kattwykbrücke im Hamburger Hafen beim Kohlekraftwerk Moorburg stundenlang besetzt und den dortigen Verkehr lahmgelegt. Die Brücke wurde abschließend von der Polizei geräumt.

Die Stadtwerke versorgen nach eigenen Angaben in Flensburg, Glücksburg und Harrislee mehr als 55.000 Haushalte und Unternehmen mit Strom. Hinzu kämen weitere 145.000 Kunden aus dem Bundesgebiet. Der Strom wird in einem Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung produziert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.10.2019 | 08:00 Uhr

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