Stand: 26.03.2020 17:07 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Große Mengen Treibsel in Dithmarschen angezündet

Bild vergrößern
Seit Mittwoch haben insgesamt 15 Treibselhaufen gebrannt. Das LKN hat jetzt Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag elf Treibselhaufen im Neufelder Koog (Kreis Dithmarschen) angezündet. Bereits am Mittwoch hatten im benachbarten Kaiser-Wilhelm-Koog vier solcher Treibselhaufen gebrannt. Nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) wurde durch das Feuer die Grasnarbe an den Deichen zerstört. Der Boden müsse teilweise ausgetauscht werden. Dadurch sei ein Schaden in Höhe von rund 10.000 Euro entstanden, hieß es.

LKN hat Anzeige gestellt

"Wer Treibselhaufen anzündet, begeht Brandstiftung. Dies ist eine Straftat. Wir haben deshalb Anzeige gegen Unbekannt gestellt. In einer Zeit, in der auch die Feuerwehren und der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) im Krisenmodus arbeiten, ist diese Brandstiftung eine zusätzliche Belastung“, erklärt Birgit Matelski, die Direktorin des LKN.

Große Mengen von Treibsel angespült

Schleswig-Holstein Magazin -

Treibsel besteht zum großen Teil aus Seegras und Algen. Die Stürme der vergangenen Wochen haben große Berge von Treibsel zwischen Friedrichskoog und Wedel angehäuft.

5 bei 2 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Treibsel wird als Dünger verwendet

Treibsel besteht zum großen Teil aus Seegras und Algen. Während der Sturmfluten im Februar sind große Mengen an die Deiche der Westküste gespült worden, besonders viel entlang der Elbe und in der Elbmündung. Bisher wurden im südlichen Dithmarschen etwa 25.000 Kubikmeter Treibsel von den Deichen abgeräumt, etwa die Hälfte der Gesamtmenge. Bis Ostern soll das Treibsel dort komplett beseitigt und dann getrocknet als Dünger verwendet werden.

Weitere Informationen

Riesige Treibsel-Berge am Elbdeich

Die Stürme der vergangenen Wochen haben große Berge von Treibsel zwischen Friedrichskoog und Wedel angehäuft. So viel kam zuletzt durch Sturm Xaver im Jahr 2013 an dieser Stelle zusammen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.03.2020 | 10:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

02:28
Schleswig-Holstein Magazin

Bei Anruf Fischbrötchen oder Eis

Schleswig-Holstein Magazin
02:46
Schleswig-Holstein Magazin

Virtuelle Ausstellung in Pinneberg

Schleswig-Holstein Magazin
04:00
Schleswig-Holstein Magazin