Garg: Auch Impfstoffvorrat in SH wird überprüft

Stand: 15.12.2021 11:00 Uhr

Böse Überraschung nach der Impfstoff-Inventur des neuen Bundesgesundheitsministers Lauterbach: Nun spricht auch der schleswig-holsteinische Gesundheitsminister Garg angesichts eines möglichen Impfstoffmangels von einer schwierigen Situation.

Der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Dienstag nach einer Inventur berichtet, dass es einen Mangel an Corona-Impfstoff im ersten Quartal 2022 geben könnte - also auch für die weitere Booster-Kampagne Anfang des kommenden Jahres. Man bemühe sich auf allen Kanälen darum, mehr Impfstoff zu besorgen.

Der schleswig-holsteinische Minister Heiner Garg (FDP) sagte, für diese und die kommende Woche sei Impfstoff in Schleswig-Holstein da. Die Termine könnten gehalten werden. Doch auch in Schleswig-Holstein muss nun laut Garg nachgezählt werden: "Wir sind gerade dabei, das, was für die Impfstellen und für die mobilen Teams eingeplant ist, für die nächsten Wochen hier noch mal zu überprüfen."

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Garg vertraut auf Lauterbach

Ob der Impfstoff ausreicht, um die geplanten Termine alle bedienen zu können? Garg sagt: "Ich habe großes Vertrauen und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, dass es dem neuen Bundesgesundheitsminister gelingt." Es liefen dafür, so Garg, Gespräche mit Biontech und Moderna und anderen Ländern.

Sollten die Bemühungen Lauterbauchs scheitern und kein zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung stehen, dann müsse man erneut über Priorisierungen nachdenken. Er sei froh, dass man in Schleswig-Holstein mit dem Boostern in den Alten- und Pflegeheimen durch sei, so Garg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.12.2021 | 11:00 Uhr

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