Ein Flatterband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" ist vor einem Fahrzeug der Polizei zu sehen. © picture alliance/dpa Foto: Swen Pförtner

Foto von Maschinengewehr löst Polizeieinsatz bei Husum aus

Stand: 08.12.2021 11:54 Uhr

Ein 19-Jähriger aus der Nähe von Husum hat ein Foto von einem Maschinengewehr mit einer Amokdrohung ins Internet gestellt. Es folgte eine Polizeidurchsuchung. Dann kam raus: Der Post war nicht ernst gemeint.

Manche Internetnutzer, die Fotos in die sozialen Netzwerke stellen, machen sich wohl keine Gedanken über die Folgen. Dass ein unüberlegt gepostetes Bild ganz reale Konsequenzen haben kann, hat jetzt laut Polizei ein junger Mann aus Nordfriesland zu spüren bekommen. Der 19-Jährige hatte ein Foto ins Internet gestellt. Darauf zu sehen: Ein Maschinengewehr. Im Text daneben: Eine Amokdrohung.

Amokdrohung: Strafrechtliche Konsequenzen

Die Polizei wurde auf das Posting aufmerksam. Sie ermittelten die Adresse des jungen Mannes, da sie davon ausgingen, dass er wirklich eine Amoktat ankündigt hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung nahmen die Beamten den Mann fest.

Bis auf drei Soft-Air-Pistolen, die erlaubt sind, fanden die Polizisten nichts weiter - weder Kriegswaffen, noch Hinweise auf einen Amoklauf. Sein Post sei nur als dummer Scherz zu verstehen gewesen, sagte der Verdächtige bei der Vernehmung. Er muss sich nun strafrechtlich verantworten. Ihm droht dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Weitere Informationen
Grafik: Hakenkreuz auf dem Handy © NDR

Hakenkreuze und Gewaltvideos: Was Kinder posten

Nazi-Symbole, Gewaltvideos, Kinderpornos: Immer häufiger teilen Kinder strafrechtlich relevante Inhalte übers Smartphone. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.12.2021 | 12:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Eine Mitarbeiterin des Testzentrums am Platz der Weltausstellung in Hannover hält einen Teststab für einen Schnelltest auf das Coronavirus in ihren Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Moritz Frankenberg

Corona in SH: Inzidenz steigt auf 844,9

Innerhalb von 24 Stunden sind 5.459 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Die höchste Inzidenz gibt es im Kreis Segeberg mit 1.114,7. mehr

Videos