Zahlreiche Tote Heringe liegen am Strand von St. Peter-Ording. © Schutzstation Wattenmeer/Rainer Schulz Foto: Rainer Schulz

Fischsterben an der Westküste geht weiter

Stand: 28.06.2021 15:52 Uhr

An den Stränden der Westküste sind wieder zahlreiche Fische verendet. Immerhin: Laut einem Sprecher der Schutzstation Wattenmeer sind es nicht so viele wie vor einigen Tagen.

Auch am Montag haben Urlauber tote Fische an den Stränden von St. Peter-Ording und Föhr (beides Kreis Nordfriesland) sowie Büsum (Kreis Dithmarschen) gefunden und den Behörden gemeldet. Helfer haben die Kadaver mittlerweile aufgesammelt. In der vergangenen Woche waren hunderte verendete junge Heringe entdeckt worden - zum Beispiel in einigen Prielen an der Küste.

Ursachenforschung geht weiter

Ein Sprecher der Schutzstation Wattenmeer sagte, man könne sich das Fischsterben bislang noch nicht richtig erklären. Zumal Mitarbeiter der Schutzstation im Flachwasser vor St.Peter-Ording ganze Schwärme junger Heringe entdeckt hätten, die ohne Probleme wieder in tiefere Gewässer zurück geschwommen seien. Die Büsumer Meeresbiologin Katja Heubel schließt aus, dass eine zu hohe Wassertemperatur oder Sauerstoffmangel die Ursache sein könnten. Auch Baggerarbeiten in der Elbe oder eine Wasserverschmutzung sind aus ihrer Sicht kein Grund. Ende der Woche wollen die Experten erste Erkenntnisse zu dem Fischsterben an der Nordseeküste vorlegen.

Geringeres Ausmaß als 2020

Erstaunlich ist, dass das Phänomen auch im vergangenen Jahr exakt zur gleichen Zeit passierte. Damals waren Ende Juni an der Westküste Schleswig-Holsteins ebenfalls Tausende tote Fische angeschwemmt worden. Auch damals war die Wetterlage ähnlich wie jetzt und die Heringe im gleichen Entwicklungsstadium. Das Ausmaß ist in diesem Jahr bisher aber geringer als 2020, wie Katja Heubel vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum am Freitag sagte. Sie hatte die Tiere im vergangen Jahr untersucht.

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Zahlreiche Tote Heringe liegen am Strand von St. Peter-Ording. © Schutzstation Wattenmeer/Rainer Schulz Foto: Rainer Schulz

Tausende tote Fische an der Westküste

Die Gründe für das Fischsterben sind unklar. Das Forschungs- und Technologiezentrum Büsum untersucht dieses Phänomen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.06.2021 | 16:00 Uhr

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