Stand: 11.12.2018 21:06 Uhr

Erleichterung in Haffkrug: Familie Kola darf bleiben

Die vergangenen Wochen waren Tage der Ungewissheit für Familie Kola aus Haffkrug im Kreis Ostholstein. Während die 18 Jahre alte Denisa und der 20-jährige Rodolfo eine Ausbildung absolvieren und daher in Deutschland geduldet sind, sollten Mutter Mira und Vater Lulash mit dem 14-jährigen Sohn Lorenzo nach Albanien abgeschoben werden. Auf Empfehlung der Härtefallkommission des Landes hat Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) jetzt entschieden, dass die Familie nicht auseinander gerissen wird. Die Eheleute und der jüngste Sohn erhalten ein dreijähriges Bleiberecht. "Wir machen eine Gesamtschau: Was bringt eine Familie ein, was bringen die Personen für ihre Integration ein?", sagt Norbert Scharbach, Vorsitzender der Härtefallkommission. Familie Kola tat genug und darf vorerst bleiben.

Leute sitzen zusammen.

Albanische Familie Kola darf in Haffkrug bleiben

Schleswig-Holstein Magazin -

Der gut integrierten Familie Kola aus Albanien drohte die Abschiebung aus Haffkrug. Doch nun gab die Härtefallkommission ihnen eine Aufenthaltserlaubnis für drei weitere Jahre.

2,83 bei 6 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Abschiebebescheid setzt Familie zu

Die albanische Familie war 2015 nach Deutschland geflohen - nach eigenen Angaben vor einer Blutfehde. Seit Sommer 2016 arbeitet Mira Kola als Küchenhilfe in einer Seniorenresidenz in Haffkrug. Sie wäscht ab, schneidet Gemüse und bedient die Gäste. Sie arbeitet im Schichtdienst, auch an den Wochenenden. Mira Kola will eigentlich nur mit ihrer Familie ein ruhiges, normales Leben führen. Dennoch erhielt sie in diesem Jahr den Abschiebebescheid, obwohl die Familie gut in der Gemeinde integriert ist. Das setzte der Familie zu. Während die schulischen Leistungen von Lorenzo nachließen und Denisa sich auf der Arbeit und in der Berufsschule immer mehr zurückzog, kam Mira Kola mit Magenproblemen ins Krankenhaus.

Ausbildungsplatz in Seniorenresidenz

Die Bewohner der Seniorenresidenz und die Geschäftsführung wollten die dreifache Mutter nicht aufgeben. Sie starteten eine Online-Petition - gerichtet an die Härtefallkommission des Landes. Die Heimleitung suchte immer wieder den Kontakt zu den Entscheidungsträgern - mit Erfolg. Als die Familie die Nachricht erhielt, tanzte Tochter Denisa vor Freude durch die Wohnung. Für Mira Kola sieht es auch beruflich gut aus. Die Seniorenresidenz hat ihr einen Ausbildungsplatz angeboten. 2019 soll es losgehen.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.12.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

01:33
Schleswig-Holstein Magazin

Kraftwerks-Anwohner enttäuscht von Ministerium

17.01.2019 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:03
Schleswig-Holstein Magazin

Kavernen leer: Albrecht besucht AKW Brunsbüttel

17.01.2019 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:03
Schleswig-Holstein Magazin

16 Schafe in Süderhastedt von Wolf gerissen?

17.01.2019 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin