Stand: 23.01.2019 11:34 Uhr

Elf Prozent der Erwachsenen haben zu viele Schulden

Rot eingezeichnet sind die kreisfreien Städte und Kreise mit den prozentual meisten verschuldeten Bewohnern: Neumünster liegt an der Spitze - gefolgt von Flensburg, Lübeck, Dithmarschen und Steinburg.

Miete, Wasser, Strom, Heizung, Verträge, Lebensmittel und Konsum - das alles kann die Haushaltskasse ganz schön strapazieren. Manchmal auch überfordern. Wenn es dauerhaft mehr Ausgaben als Einnahmen gibt und es keine Rücklagen oder Kredite gibt, die das abfedern können, sprechen Statistiker von Überschuldung. Davon sind laut aktuellen Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform mehr als 260.000 Erwachsene im Land betroffen, das sind 10,9 Prozent der Bevölkerung, die älter als 18 Jahre alt ist. Etwa jeder neunte Erwachsene in Schleswig-Holstein gilt demnach als überschuldet.

Wenig Geldprobleme in Plön und Stormarn

Laut dem Schuldneratlas haben die Menschen in Städten meist größere Geldsorgen als auf dem Land. Neumünster liegt mit einer Schuldnerquote von 18,09 Prozent landesweit weiterhin an der Spitze im Vergleich von Kreisen und kreisfreien Städten, gefolgt von Flensburg (16,24 Prozent) und Lübeck (14,76 Prozent). Dann aber folgen zwei Kreise - Dithmarschen (12,84 Prozent) und Steinburg - vor der Stadt Kiel (11,96 Prozent). Die geringsten Geldprobleme gibt es in den Kreisen Plön und Stormarn.

Dass jemand seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, liegt laut der Statistik oft nicht an Arbeitslosigkeit, sondern an überhöhtem Konsum, Krankheit oder Sucht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.01.2019 | 09:00 Uhr

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