Stand: 14.08.2018 15:29 Uhr

Dänische Umweltbehörde stimmt für Wildschweinzaun

Der umstrittene Zaun gegen Wildschweine an der deutschen-dänischen Grenze soll im Frühjahr 2019 gebaut werden. Die dänische Umweltbehörde hat als letzte Instanz grünes Licht für die 70 Kilometer lange Begrenzung gegeben. Der Zaun soll verhindern, dass die Afrikanische Schweinepest Dänemark erreicht. Die für den Menschen harmlose Krankheit kursiert aktuell in Osteuropa, Deutschland ist bislang verschont geblieben.

Protest bei Grenzgemeinden

Die Pläne für den Zaun sorgen im Grenzland für viel Gesprächsstoff und dicke Luft. Die Grenzgemeinden Harrislee und Handewitt (Kreis Schleswig-Flensburg) fühlen sich in der Debatte übergangen. Sie hatten sich deshalb sich mit einem Brief an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) gewendet - der versprochen hatte, sich weiterhin für eine offene Grenzregion einzusetzen.  

Kritiker sagen, der Zaun bringt nichts

Kritik an dem Zaun kam unter anderem von Tierschützern, die befürchten, dass der Zaun auch Wölfe, Otter und Goldschakale in ihrem natürlichen Lebensraum stören könnte. Die Tiere könnten Straßen und Bahngleise als gefährliche Auswege nutzen. Die Hauptkritik: Der Zaun sei wirkungslos. Die Gefahr der Ansteckung etwa durch mangelhaft desinfizierte Tiertransporter sei viel größer. Die Pläne seien nach der Kritik noch einmal nachgebessert, im Grunde aber kaum geändert worden, erklärte die Behörde.

Der 1,20 Meter bis 1,50 Meter hohe Zaun soll einen halben Meter tief in die Erde ragen und bis Ende 2019 fertig sein.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.08.2018 | 08:00 Uhr

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