Stand: 23.09.2020 21:45 Uhr

Corona: Region Kopenhagen ist Risiko-Gebiet

Die dänische Flagge vor blauem Himmel. © Colourbox Foto: Brian Dreyer
Viele Regionen in Dänemark liegen aktuell über der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner.

Der Herbsturlaub in Dänemark könnte in diesem Jahr für viele ausfallen. Die Bundesregierung hat, neben anderen Ländern der Europäischen Union, die Region Hovedstaden um Kopenhagen (29 Kommunen) und Kopenhagen selbst zum Corona-Risikogebiet erklärt. Denn auch in der Hauptstadtregion steigt die Zahl der Corona-Infektionen pro Tag rapide und liegt schon jetzt höher als im Frühjahr. Inzwischen übersteigt sie landesweit die in Deutschland geltende Warnschwelle von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Kurzfristige Einstufung weiterer Regionen als Risikogebiet möglich

Das Überschreiten der Schwelle bedeutet auch, dass das Auswärtige Amt die Region in Dänemark als Risikogebiet einstuft und vor Reisen dorthin warnt. Eine Sprecherin betonte gegenüber NDR Schleswig-Holstein am Mittwoch, dass das generell für alle Regionen kurzfristig geschehen könne, die die 50er-Grenze überschreiten. Die Folge ist, dass sich sämtliche Reiserückkehrer testen lassen müssen. Außerdem müssen sie bis zu einem negativen Ergebnis in Quarantäne bleiben. Ministerpräsident Daniel Günther appellierte am Mittwoch eindringlich an die Menschen in Schleswig-Holstein, auf den Herbsturlaub im Ausland zu verzichten.

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Die meisten Reisewarnungen für EU-Länder sind bisher auf die Hotspots beschränkt. Und auch in Dänemark gibt es regionale Schwerpunkte - allen voran ist das der Raum Kopenhagen, der nun zum Risikogebiet erklärt wurde. Außerdem zählen Aarhus, Aalborg und die Kommunen Esbjerg, Varde und Ringköbing - mit den großen Ferienhausgebieten an der Nordsee - zu den Gebieten, die derzeit über der Schwelle liegen. Mit Blick auf die dazugehörige Region, also zum Beispiel Süddänemark, wird der Wert allerdings nicht erreicht. Für diese Gebiete gibt es deshalb keine Reisewarnung.

Kritische Verläufe sind in Dänemark derzeit selten. Im ganzen Land gibt es trotz steigender Zahlen aktuell nur 15 Intensivpatienten und etwa einen Todesfall mit Corona pro Tag. Im Frühjahr sah das deutlich kritischer aus. Eine mögliche Begründung dafür: In Dänemark wird derzeit so viel getestet wie nie zuvor.

Gelbe und rote Ferienhäuser stehen am Meer in Dänemark. © imago images Foto: Dirk Hinz

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.09.2020 | 17:00 Uhr

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