David Lolli, Medizinstudent, sitzt während einem Probelauf in einer Impfstation des Zentralen Impfzentrum an der Freiburger Messe und lässt sich von einem weiteren Studenten simuliert impfen. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Corona: 48.000 Impfstoff-Dosen kommen bis Jahresende nach SH

Stand: 23.12.2020 13:04 Uhr

Der Fahrplan für den Beginn der Impfkampagne in SH steht: Die erste Impfstoff-Lieferung kommt am 26. Dezember, die ersten Impfungen sollen am nächsten Tag in Pflegeheimen und Kliniken erfolgen.

Die Pläne für den Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus in Schleswig-Holstein werden konkret: In den nächsten Tagen sollen die ersten rund 48.000 Dosen des Impfstoffs der Unternehmen BioNTech/Pfizer in Schleswig-Holstein eintreffen. Das hat die Landesregierung am Mittwoch mitgeteilt. Die erste Lieferung ist für den zweiten Weihnachtsfeiertag angekündigt, sie enthält rund 10.000 Dosen, weitere sollen am 28. und 30. Dezember folgen. Das hat das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitgeteilt.

Wer die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs erhält

Geimpft werden soll in Schleswig-Holstein ab dem 27. Dezember. "Bis zu zehn" mobile Impfteams rücken dann aus und steuern zuerst Pflegeeinrichtungen an, in denen vor allem demente Bewohner wohnen. Sie sind besonders durch das Coronavirus besonders gefährdet. Bis Anfang Januar sollen es bis zu 15 Impfteams werden. Gleichzeitig erhalten auch Krankenhäuser Dosen zur Impfung besonders gefährdeten Personals - in Intensivstationen und in der Notaufnahme.

Für wie viele Menschen der Impfstoff reicht

Die jetzt bekannt gewordenen Liefermengen bis Jahresende genügen, um etwa 24.000 Menschen zu versorgen. Denn die Hälfte der Impfdosen soll für die zweite Impfung reserviert werden. Sie soll nach drei Wochen erfolgen - erst dann greift der Schutz. Genauso soll mit den folgenden Lieferungen verfahren werden. Von Ende Dezember an stehen Schleswig-Holstein laut Biontech gemäß Bevölkerungsanteil dann wöchentlich 19.500 Impfdosen zu. Wahrscheinlich wird Anfang Januar auch ein weiterer Impfstoff zugelassen.

Wann die ersten Menschen in die Impfzentren kommen dürfen

Ab dem 4. Januar starten die ersten 15 Impfzentren, jeweils eins pro Kreis und kreisfreier Stadt. Insgesamt sollen dann 29 Impfzentren einsatzbereit sein. Pflegekräfte, die für stationäre Pflegeeinrichtungen oder für ambulante Pflegedienste arbeiten sowie Mitarbeitende von Rettungsdiensten und Menschen, die älter als 80 Jahre sind, können sich zuerst impfen lassen. Termine dafür werden ab dem 29. Dezember vergeben - über die Website impfen-sh.de oder telefonisch über die 116 117. Der Besuch im Impfzentrum soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 45 Minuten dauern - inklusive der Zeit für ärztliche Beratung und Nachbeobachtung.

Wer nicht ins Impfzentrum kann, muss warten

Menschen über 80 Jahre, die zu Hause betreut werden und die Impfzentren nicht aufsuchen können, werden zu einem späteren Zeitpunkt geimpft. "Bedingt durch die speziellen Lager- und Transportanforderungen des Biontech/Pfizer-Impfstoffes ist eine Impfung beim Hausarzt oder in der eigenen Häuslichkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich", erläuterte das Ministerium.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.12.2020 | 13:00 Uhr

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