Stand: 12.10.2018 05:00 Uhr

Buchholz fordert Nachbesserungen für 5G-Vergabe

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Nächstes Jahr werden die Lizenzen für den schnellen Mobilfunkstandard 5G versteigert.

Nach GPRS, UMTS und LTE soll bald der neue Mobilfunkstandard 5G kommen. Das superschnelle 5G Mobilfunknetz wird entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig eine Region sein wird. Vor allem für ländliche Gegenden könnte es existenziell werden, ob sie an ein leistungsfähiges Internet angeschlossen sind. Nächstes Jahr werden die 5G-Lizenzen versteigert. Derzeit werden die Vorgaben für die Anbieter bei der Bundesnetzagentur beraten. Schleswig-Holstein ist mit dem geplanten Regeln allerdings nicht zufrieden.

Entscheidung über Regeln zur Vergabe der Frequenzen Ende November

Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) will, dass die geplanten Kriterien für die Vergabe der Lizenzen für das 5G-Handynetz nachgebessert werden. Buchholz hat deshalb bereits an die Bundesnetzagentur sowie an den Bundeswirtschaftsminister und den Bundesverkehrsminister geschrieben, die geplanten Vorgaben nochmal zu überprüfen. Schleswig-Holstein geht es vor allem darum, auch kleineren Mobilfunkanbietern bei der Versteigerung der Lizenzen eine Chance zu geben.

So soll es für sie möglich sein, die Handymasten großer Anbieter - wie zum Beispiel der Telekom - mitzunutzen. Der Parteichef der Bundesgrünen, Robert Habeck, unterstützt das. Er hofft, dass es so wirtschaftlicher wird, auch ländliche Gegenden möglichst lückenlos mit schnellem Mobilfunk zu versorgen. Ende November will die Bundesnetzagentur über die Kriterien bei der Versteigerung der 5G-Lizenzen entscheiden.

Eckpunkte für 5G-Versteigerung liegen vor

Ein erstes Eckpunktepapier für die Versteigerung der 5G-Lizenzen hatte die Bundesnetzagentur im August vorgelegt. Nach diesem Konzept werden viele ländliche Regionen auch weiterhin auf schnelles Internet warten müssen, denn eine flächendeckende Netzabdeckung in Deutschland ist in den ersten Jahren nicht vorgesehen. Das neue Mobilfunknetz soll vor allem für datenintensive Anwendungen benötigt werden.

Wie schnell ist LTE?

LTE, auch 4G genannt, ist derzeit der aktuell schnellste kommerziell eingesetzte Übertragungsstandard. Die 4G-Versteigerung zählte damals mit gut zwei Milliarden Euro zu den teuersten Frequenz-Auktionen in Europa. Bei der aktuellen Technik LTE sind je nach Anbieter und Endgerät inzwischen Bandbreiten bis zu 375 MBit/s im Downlink und bis zu 50 MBit/s im Uplink nutzbar. 5G dagegen soll eine deutlich höhere Datenübertragungsrate ermöglichen und in der Spitze 10.000 MBit (zehn Gigabyte) pro Sekunde übertragen können.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.10.2018 | 21:00 Uhr

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