Stand: 13.03.2019 09:51 Uhr

12 Kilometer in 90 Minuten: Mega-Trafo am Ziel

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Am Dienstag legte der Trafo die letzte Etappe zurück.

Zwei Monate stand ein 272 Tonnen schwerer Transformator im Hafen von Kudensee (Kreis Steinburg) am Nord-Ostsee-Kanal, ohne dass etwas passierte. Netzbetreiber Tennet wartete auf eine Genehmigung der Deutschen Bahn, da der Trafo - beziehungsweise der Sattelzug, der ihn transportiert - auf dem Weg zum Umspannwerk Süderdonn bei St. Michaelisdonn (Kreis Dithmarschen) einen kleinen, eingleisigen Bahnübergang überqueren muss. Am Dienstagabend konnte der Trafo nun endlich auf die letzte Etappe gehen.

Viele Schaulustige an der Strecke

Nach einem kurzen Sicherheitscheck der Polizei ging es gegen 20 Uhr los: Zwölf Kilometer bei strömendem Regen durch Dithmarschen. Viele Anwohner ließen sich das ungewöhnliche Ereignis nicht entgehen, warteten an der Strecke und schossen Fotos von dem 16-achsigen Schwertransport, der sich langsam durch Kreisverkehre und enge Kurven schlängelte.

Bahnübergang wurde abgedeckt

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Der 16-achsige Sattelzug mit dem 272-Tonnen-Trafo musste viele enge Kurven und Kreisverkehre durchfahren.

Kurz vor dem Ziel kam dann das genehmigungspflichtige Hindernis. Der Bahnübergang in Dingerdonn musste mit Holzplatten abgedeckt werden, um das Gleis vor der Last des Transportgespanns zu schützen. Nach rund anderthalb Stunden hatte der Mega-Transformator die zwölf Kilometer bis zum Umspannwerk in Süderdonn zurückgelegt.

Dort wird er künftig den Wind- und Solarstrom, der in den Kögen produziert wird, von 110 Kilovolt auf 380 Kilovolt hochtransformieren. Nur so kann der Strom in das Hochspannungsnetz eingespeist und über die Westküstenleitung Richtung Süddeutschland weitergeleitet werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 13.03.2019 | 08:00 Uhr

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