Moorbrand bei Meppen: Abgeordnete und NABU fordern Ausgleich

Stand: 26.05.2021 10:47 Uhr

Bei einem Feuer auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen wurde massiv Kohlendioxid freigesetzt. Der Landkreis Emsland will dafür eine Entschädigung. Abgeordnete aus der Region und NABU unterstützen das.

Die Bundesregierung verstecke sich hinter fehlenden Rechtsgrundlagen, um die durch den Moorbrand verursachten Emissionen nicht auszugleichen, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Beeck aus Lingen. Der Liberale sieht die Große Koalition dennoch in der Pflicht und fordert möglichst Ausgleichsmaßnahmen vor Ort. Auch die Grünen-Politikerin Filiz Polat aus Osnabrück findet, dass es dem Verteidigungsministerium gut anstünde, für Ausgleich zu sorgen. Durch den bei Bundeswehrübungen versursachten Brand vor knapp zwei Jahren waren Hunderttausende Tonnen CO2 freigesetzt worden.

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Die Politik habe schließlich den CO2-Preis eingeführt, um Umweltschäden beziffern zu können, argumentiert auch der Naturschutzbund NABU. Im Falle des Moorbrandes im Emsland gehe es um eine Summe von rund 30 Millionen Euro. Geld, das der Landkreis gut für Klimaschutzprojekte einsetzen könnte, sagt Felix Grützmacher, Referent für Moorschutz in der NABU-Bundesgeschäftsstelle. Darüber hinaus fordert der NABU das Bundesverteidigungsministerium auf, seine Zusage einzuhalten und das geschädigte Moor im Emsland zügig zu renaturieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 26.05.2021 | 09:30 Uhr

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