Arbeiter auf einem der beiden Schwimmteile (Bug) des Kreuzfahrtschiffes "AIDAnova". © picture alliance/Mohssen Assanimoghaddam/dpa Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Meyer Werft muss Zahl der Werkvertragsarbeiter offenlegen

Stand: 15.10.2021 14:44 Uhr

Die Geschäftsleitung der Meyer Werft muss die Arbeitnehmerseite darüber informieren, wie viele Werkvertragsarbeiter in Papenburg tätig sind. Das hat das Arbeitsgericht Lingen am Freitag entschieden.

Bislang hatte die Firmenspitze der Meyer Werft Auskunft über die Werkvertragsfirmen verweigert. Laut dem Beschluss des Arbeitsgerichts Lingen muss sie nun aber sowohl die Verträge mit den Fremdfirmen vorlegen als auch präzise Auskunft darüber geben, wie viele Werkvertragsarbeiter beschäftigt sind, wie lange ihr Einsatz dauert und in welchen Bereichen sie tätig sind. Viele der Werkvertragskräfte kommen aus Rumänien und Bulgarien, aber auch aus Griechenland. Angeheuert werden sie von Fremdfirmen.

Werden Stammarbeitskräfte durch Werkvertragsarbeiter ersetzt?

Betriebsrat und Gewerkschaft verdächtigen die Firmenspitze seit Langem, dass sie Stammarbeitskräfte durch billigere Werkvertragsarbeiter ersetzt. Nach der Entscheidung des Arbeitsgerichts kann die Arbeitnehmerseite nun prüfen, ob dieser Verdacht zutrifft. Am Standort Papenburg sollen in Kürze 450 Stammarbeiter entlassen werden. Die Werftleitung erklärte, sie habe auch bislang alle Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes erfüllt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.10.2021 | 15:00 Uhr

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