Stand: 20.04.2020 15:34 Uhr

Ermittler nehmen mutmaßliche Windpark-Betrüger fest

Ein Polizeibeamter zeigt mehrere Geldbündel. © Polizeidirektion Osnabrück
Bei mehreren Razzien stellten die Ermittler große Mengen Bargeld sicher.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat nach eigenen Angaben einen millionenschweren Betrug mit Windparks auffliegen lassen. Die Ermittler nahmen fünf Verdächtige fest - unter anderem in Wallenhorst (Landkreis Osnabrück) und im Oldenburger Münsterland. Der Hauptverdächtige wurde in seiner Suite in einem Berliner Nobelhotel gestellt. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Erklärung mit. Insgesamt sieben Beschuldigten im Alter zwischen 26 und 63 Jahren wird die Verabredung zu banden- und gewerbsmäßigen Betrugstaten sowie Urkundenfälschung in einer Vielzahl von Fällen vorgeworfen. Sie sollen überwiegend einer emsländischen Unternehmerfamilie und deren Umfeld angehören.

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Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr

Bei Razzien in insgesamt fünf Bundesländern stellte die Polizei zahlreiche Beweise, große Summen Bargeld und Schmuckstücke sicher. Die Verdächtigen sollen Windpark-Projekte vorgetäuscht, die Pläne dafür gefälscht und sie dann zu überhöhten Preisen an Investoren verkauft haben. Zwei der Beschuldigten werden darüber hinaus der Anstiftung zur Bestechung verdächtigt. Sie sollen versucht haben, einen ausländischen Diplomatenausweis zu erlangen, um fortan diplomatische Immunität zu genießen. Die festgenommenen Männer kamen aufgrund von Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest.

Polizei sucht Zeugen und potenzielle Opfer

Weitere Hinweisgeber und potenzielle Betrugsopfer werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0541) 327 63 02 an die Polizei Osnabrück zu wenden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 20.04.2020 | 17:00 Uhr

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