Stand: 12.02.2019 20:58 Uhr

Bischöfe beraten in Lingen zu Missbrauchsfällen

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Die Bischöfe treffen sich in Lingen zum zweiten Mal. (Symbolbild)

Die Deutsche Bischofskonferenz kommt vom 11. bis 14. März in Lingen im Landkreis Emsland zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammen. Das Gremium, das derzeit aus 26 Diözesanbischöfen und 41 Weihbischöfen besteht, berät sich in der katholisch-sozialen Akademie "Ludwig-Windthorst-Haus" des Bistums Osnabrück. Das beherrschende Thema: sexueller Missbrauch in der Kirche.

Missbrauchsfälle stehen im Fokus der Versammlung

Einige Bischöfe, wie etwa der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer, fordern neue Überzeugungen und Haltungen bis tief in die Strukturen der Kirche hinein, etwa zur kirchlichen Sexualmoral. Und sie sind sich sicher, dass der Missbrauch und die Aufarbeitung der Fälle die Kirche noch lange begleiten wird.

Lingen: geeigneter Ort für schwere Themen

Schon einmal, im Februar 1999, tagte die Vollversammlung in Lingen. Papst Johannes Paul II. hatte die Bischöfe aufgefordert, bei der Schwangerenkonfliktberatung keine Beratungsscheine mehr auszustellen, die Frauen eine Abtreibung ermöglichen. Viele Bischöfe wollten die katholischen Einrichtungen im staatlichen Beratungssystem halten, stiegen schließlich aber aus. Zeitgleich gründeten Katholiken den Schwangerenberatungsverein Donum Vitae, der den umstrittenen Schein weiter ausstellt. Lingen scheint geeignet für schwierige Themen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 12.02.2019 | 17:00 Uhr

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