Stand: 16.03.2020 20:33 Uhr  - Niedersachsen 18.00

Wangerooge darf Sand aus Bundeswasserstraße nehmen

Ein Großteil des Wangerooger Strandes wurde im Februar weggespült.(Archivbild)

Gute Nachrichten für Wangerooge: Die ostfriesische Insel darf den bei Sturmfluten weggespülten Badestrand mit 70.000 Kubikmeter Sand aus einer Bundeswasserstraße auffüllen. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes habe einen entsprechenden Antrag der Insel genehmigt, sagte Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) am Dienstag NDR Niedersachsen. Der benötigte Sand soll bereits ab kommenden Montag von Sandbänken östlich der Insel entnommen werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich sechs Wochen dauern.

Eigener Sand reicht nicht mehr

"Wir sind sehr froh, dass wir den Sand nutzen dürfen. Das ist ein großer Gewinn für uns", sagte Fangohr. Normalerweise werden die Verluste durch die Sturmflutsaison mit Sand aus dem Osten der Insel aufgefüllt. Dem Bürgermeister zufolge waren das in den vergangenen Jahren je rund 50.000 bis 55.000 Kubikmeter. In diesem Jahr reichte der eigene Sand dafür jedoch nicht mehr aus. Laut Fangohr gibt es eine Unterversorgung von rund 60.000 Kubikmetern. Eine weitere Entnahme hätte den Bestand der Dünen gefährdet.

Kosten von rund 350.000 Euro

Teuer wird die Maßnahme für die Insel aber dennoch. Der Transport des Sandes von der Bundeswasserstraße an den Strand wird voraussichtlich rund 350.000 Euro kosten. Das entspricht sieben Prozent des Gesamtbudgets der Inselgemeinde.

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Niedersachsen 18.00 | 16.03.2020 | 18:00 Uhr

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