Stand: 08.04.2018 13:17 Uhr

Verliert JadeWeserPort wichtige Containerschiffe?

Die Ankündigung der Reederei Maersk könnte einen Rückschlag für den JadeWeserPort bedeuten.

Die Containerschiffe der dänischen Reederei Maersk sollen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, künftig nicht mehr so häufig nahe beieinander liegende Häfen anlaufen. Das könnte Wilhelmshaven treffen, denn die Maersk-Frachter machen jetzt - außer im JadeWeserPort - zusätzlich immer noch in Bremerhaven oder Hamburg fest. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Maersk künftig nur noch ein Schiff pro Woche von Asien nach Wilhelmshaven schickt - statt wie bislang zwei.

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Nach seiner Eröffnung vor fünf Jahren waren die Umschlagzahlen des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven desaströs. Inzwischen sieht es aber etwas besser aus. Video (03:45 min)

Minister Althusmann spricht mit Eurogate

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist alarmiert. Er hat sich bereits an den Terminalbetreiber Eurogate gewandt. "Wenn man solche ersten Erkenntnisse mitgeteilt bekommt, muss man handeln. Das haben wir getan", sagte Althusmann gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Man habe sich mit Eurogate in Verbindung gesetzt. Jetzt bleibe abzuwarten, was diese Gespräche ergeben. Das Treffen soll kommende Woche stattfinden.

Eurogate: Container auf andere Liniendienste verteilen

Eurogate erklärte gegenüber NDR 1 Niedersachsen, falls Maersk künftig nur noch ein Schiff schicke, wolle man versuchen, die Container auf andere Liniendienste zu verteilen. Die Reederei wird ihren Asien-Europa-Fahrplan im Mai veröffentlichen.

Zuletzt hatte es positive Nachrichten für den JadeWeserPort gegeben, der seit seinem Start vor mehr als fünf Jahren mit mangelnder Auslastung kämpft. Der Containerumschlag erhöhte sich 2017 laut Eurogate um 15 Prozent. Außerdem haben VW und Nordfrost Investitionen angekündigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.04.2018 | 08:00 Uhr

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