Zwei Leute betreten den Innenhof vom Landgericht Aurich. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Tötung in der Psychiatrie - 35-Jähriger verurteilt

Stand: 12.08.2021 15:33 Uhr

Das Landgericht Aurich hat nach dem gewaltsamen Tod eines Patienten in der Psychiatrie des Klinikums Emden einen 35-Jährigen verurteilt. Der Mann muss auf unbestimmte Zeit in den Maßregelvollzug.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im Januar einen Mitpatienten mit Schlägen insbesondere ins Gesicht so schwer verletzt hatte, dass dieser später an den Folgen starb. Den Richtern zufolge ist der Mann allerdings schuldunfähig. Wie ein Sprecher sagte, leidet der 35-Jährige unter einer halluzinatorischen Schizophrenie, was dazu führe, dass er keine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit habe. Daher könne von dem Mann weiter Gefahr ausgehen.

Weitere Taten gingen der Tötung voraus

Neben dem Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge sah das Gericht weitere Taten als erwiesen an, die die Staatsanwaltschaft dem Mann vorgeworfen hatte. Im März 2020 hatte er demnach in Emden zwei Polizisten beleidigt und im Dezember 2020 in Supermärkten drei Kundinnen sexuell belästigt.

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Blick auf den Lappan, das Wahrzeichen der Stadt Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 12.08.2021 | 15:00 Uhr

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