Die ZF-Niederlassung in Damme. © NDR Foto: Thomas Schwierzi

Stellenabbau bei ZF - Wird Standort Diepholz verkauft?

Stand: 05.04.2021 13:42 Uhr

Beim Autozulieferer ZF befürchtet die Belegschaft einen Jobabbau. In einem Schreiben, das dem NDR vorliegt, schreibt die Firmenspitze, die Zahl der Arbeitsplätze werde deutlich sinken.

Zudem sei es unumgänglich, Standorte zu verlegen, heißt es. Der Betriebsrat kritisiert, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten schon auf Lohn verzichtet und die Jobs sollten laut Unternehmensspitze bis zum kommenden Jahr erhalten bleiben. Doch offenbar verliert der Automobilzulieferer, der seinen Hauptsitz in Friedrichshafen am Bodensee hat, zunehmend das Interesse an den Standorten im Nordwesten Deutschlands.

Betriebsrat bestürzt

Der Standort Diepholz mit 500 Mitarbeitenden passe nicht mehr zum Konzern und solle verkauft werden, heißt es in dem Schreiben. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dies. Er sprach von einem "frühen Stadium". "Das hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen", sagte der Diepholzer Betriebsrat Eduard Haab. Stattdessen solle die Produktion nach Serbien verlagert werden, kritisierter Haab. "Wir werden alles dafür tun, bei ZF zu bleiben", sagte er.

ZF beschäftigt rund 3.500 Menschen in Niedersachsen

Rund um den Dümmer galt ZF jahrzehntelang als sicherer Arbeitgeber. Bereits 2014 hatte ZF ein großes Werk in Damme (Landkreis Vechta) an einen chinesischen Konzern verkauft. ZF hat Standorte in Dielingen, Wagenfeld, Damme, Diepholz und Lemförde. Dort arbeiten aktuell noch 3.500 Beschäftigte.

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Das ZF-Werk in Damme. © NDR Foto: Britta Nareyka

Autozulieferer ZF plant offenbar Stellenabbau

Laut Geschäftsführer könnte dies die Produktion treffen. ZF ist einer der größten Arbeitgeber der Dümmer-Region. (19.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.04.2021 | 13:00 Uhr

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