Stand: 31.08.2020 18:24 Uhr

"Spirit of Adventure" meistert Ems-Überführung

Auf der Ems ist das Kreuzfahrtschiff "Spirit of Adventure" der Papenburger Meyerwerft während seiner Überführung in Richtung Nordsee zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich
Schlepper haben die "Spirit of Adventure" über die schmale Ems bis nach Emden gezogen.

Das neue Kreuzfahrtschiff aus Papenburg, die "Spirit of Adventure", hat die Ems-Überführung "problemlos" gemeistert. Das sagte am Montagmorgen ein Sprecher der Meyer Werft auf Anfrage von NDR.de. Alles sei nach Zeitplan verlaufen. "Wir sind zufrieden", so der Sprecher. Schlepper hatten das 236 Meter lange Kreuzfahrtschiff am Sonntag von Papenburg aus über die Ems gezogen. In den frühen Morgenstunden sei das Schiff dann in Emden angekommen, wo es nun für einige Tage liegen werde. Danach stehe die erste Probefahrt auf der Nordsee an. Wann genau das sein wird, sei derzeit noch unklar. Unter anderem spielten bei der Entscheidung Wind und Wetter eine Rolle, so der Sprecher.

Weniger Schaulustige wegen Corona

Um die Zahl der Schaulustigen wegen der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten, hatte die Meyer Werft die Überführung nicht öffentlich angekündigt. Es seien auch deutlich weniger Zuschauer vor Ort gewesen als das in der Vergangenheit bei guten Wetterverhältnissen der Fall gewesen war, sagte der Sprecher. Einige Hundert Menschen waren aber trotzdem ans Ufer der Ems gekommen, um sich die Schleppfahrt anzusehen.

Infektionsrisiko soll gesenkt werden

Wegen der Pandemie hatte die Werft die für Mitte August geplante Ems-Überführung verschoben. Um eine Verlegung hatte nach Angaben der Meyer Werft zuvor die britische Reederei Saga Cruises gebeten. Mit der späteren Überfahrt sollte das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus an Bord minimiert werden: Je länger das Schiff in Papenburg lag, desto mehr Innenausbauten konnten nach Angaben der Werft dort erledigt werden. Damit verringere sich die Zahl der Mitarbeiter, die während der Überführung an Bord sein müssten. Die Ablieferung an die Reederei sei in den nächsten Wochen geplant. Die "Spirit of Adventure" bietet Platz für 999 Passagiere. Sie ist das zweite Schiff, das die Meyer Werft für die britische Reederei gebaut hat.

Corona bringt Kreuzfahrtbranche zum Erliegen

Die Corona-Pandemie hat den traditionsreichen Papenburger Schiffbauer in den vergangenen Monaten in eine Krise gestürzt. Die Werft steht vor dem Problem, dass die Kreuzfahrtbranche weltweit nahezu brachliegt und die Veranstalter derzeit keine neuen Schiffe benötigen. Heute geht auf der Werft ein sechswöchiger Produktionsstopp zu Ende. In dem Unternehmen gelten dann erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, um Infektionen mit dem Virus zu vermeiden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 31.08.2020 | 07:30 Uhr

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