Ostfriesische Inseln: Impfstoffversorgung noch nicht geklärt

Stand: 15.12.2020 10:06 Uhr

Seit heute sind niedersachsenweit 50 Corona-Impfzentren in Bereitschaft. Doch wie kommen die Impfstoffe zu den Menschen auf den Ostfriesischen Inseln?

Für die sieben bewohnten Nordsee-Inseln gibt es in der Frage der Impfstoffversorgung noch keine Lösungen. Die Landkreise sehen sich mit großen logistischen Herausforderungen konfrontiert. Daneben ist auch noch nicht abschließend geklärt, welche Personengruppen zuerst geimpft werden. Auch Anmeldeverfahren müssen noch geregelt werden. Diese Themen müssten geklärt sein, bevor es an die Logistik gehe, hieß es vonseiten der Landkreise.

Haben Insel-Ärzte Impf-Kapazitäten?

Auf Juist, Norderney und Baltrum könnten mobile Impfteams die Arbeit übernehmen. Demnach ist der Landkreis Aurich mit Reedereien in Gesprächen, um die Dosen vom Festland auf die Inseln zu transportieren. Auf Juist und Baltrum könnten zudem die Insel-Arztpraxen, auf Norderney die Insel-Klinik eingebunden werden. Das Vorgehen soll in den kommenden Tagen geklärt werden.

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Landkreise prüfen unterschiedliche Optionen

Der Landkreis Wittmund hat sein Impfzentrum im Nordwesten der Region, in einer Jugendherberge in Esens, eingerichtet. Damit sei eine gute Erreichbarkeit von Langeoog gegeben, sagte ein Landkreissprecher. Eine Option sei, mit mobilen Teams Langeoog und Spiekeroog anzufahren und dort in Gruppen zu impfen. Eine Alternative stelle der umgekehrte Weg dar. Inselbewohner könnten sich auf dem Festland impfen lassen - müssten dafür allerdings reisen. Für Wangerooge (Landkreise Friesland) und Borkum (Landkreis Leer) gebe es von Impfungen in den Zentren auf dem Festland bis hin zu mobilen Teams auf den Inseln ebenfalls unterschiedliche Optionen.

Unregelmäßige Fähranbindungen, planungsintensive Logistik

Problematisch ist für die Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Baltrum und Juist zudem die jeweilige Fähranbindung. Diese ist abhängig von den Gezeiten und daher unregelmäßig. Das wiederum passt nicht zu den Anforderungen, die der Impfstoff, der Hersteller Biontech und Pfitzer hat. Dieser muss bei minus 70 Grad Celsius gelagert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.12.2020 | 09:30 Uhr

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