Stand: 13.12.2018 20:30 Uhr

Neun Jahre Haft nach Messerangriff auf Wildpinkler

Er rammte einem "Wildpinkler" ein Messer in den Rücken und verletzte den 17-jährigen Schüler schwer: Ein 30-Jähriger ist vom Landgericht Oldenburg wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Außerdem kommt der Mann in eine geschlossene psychiatrische Klinik. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. Zudem muss der Verurteilte dem Opfer 45.000 Euro Schmerzensgeld sowie über 11.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Angeklagter hat massive psychische Probleme

Das Opfer war mit zwei Freunden in der Innenstadt feiern. Alle drei hatten an einem Parkplatz an eine Hecke uriniert, woraufhin der 30-Jährige dem Jugendlichen nach einem Streit in den Rücken stach. Das Gericht glaubte dem Mann die Aussage, dass er sich nicht über das öffentliche Urinieren des Jugendlichen geärgert habe. Allerdings attestierte die Kammer dem Verurteilten massive psychische Probleme, die auch - aber nicht nur - vom Konsum psychogener Pilze herrührten.

Opfer schwer belastet

Das heute 18-jährige Opfer musste nach dem Angriff mehrfach operiert werden und ist von der Tat nach eigenen Aussagen noch immer psychisch belastet. Der junge Mann nahm als Nebenkläger an dem Prozess teil, der zu weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurde.

Weitere Informationen

Angriff auf Wildpinkler: "Hand war voller Blut"

Ein 30-Jähriger steht in Oldenburg vor Gericht, weil er einen 17-jährigen Wildpinkler mit einem Messer attackiert haben soll. Am ersten Prozesstag schilderte das Opfer den Vorfall. (10.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 13.12.2018 | 14:30 Uhr

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