Die Odyssey of the Seas kommt in Eemshaven an. © MEYER WERFT GmbH & Co. KG Foto: MEYER WERFT GmbH & Co. KG

Neues Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft hat Eemshaven erreicht

Stand: 28.02.2021 17:27 Uhr

Die Meyer Werft in Papenburg hat das erste Kreuzfahrtschiff in diesem Jahr ans Meer überführt. Die "Odyssey of the Seas" wurde von zwei Schleppern über die Ems gezogen.

Wegen der Wetter- und Windbedingungen habe man das Manöver über drei Tiden strecken müssen, hieß es von der Meyer Werft. Nach ersten Tests in der Nordsee erreichte der Luxusliner am Sonntagmorgen sein erstes Zwischenziel, den Hafen im niederländischen Eemshaven an der Nordseeküste. Von dort aus nimmt das Schiff nach Angaben der Meyer Werft Kurs auf Bremerhaven, wo die Endausrüstung der "Odyssey of the Seas" stattfindet. Zudem unternimmt das Schiff von dort aus technische und nautische Probefahrten. Die Übergabe an die Reederei ist laut Werft in einigen Wochen geplant.

Normalerweise Tausende Schaulustige

Zwei Menschen betrachten das Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas", das erleuchtet im Dunkeln kurz vor der Überführung im Werftbecken liegt. © dpa Foto: Mohssen Assanimoghaddam
Das Spektakel beobachteten dieses Mal nur wenige Zuschauer.

Das Schiff hatte am Sonnabendmorgen gegen 4 Uhr den Werfthafen in Papenburg verlassen. Die "Odyssey of the Seas" ist nach Angaben der Meyer Werft gut 347 Meter lang und hat 18 Decks. Sie ist das fünfte Schiff einer Serie für die Reederei Royal Caribbean. Rund 4.200 Passagiere haben Platz auf dem Kreuzfahrtschiff.

Die Emsüberführung der riesigen Schiffe zieht normalerweise Tausende Schaulustige an. Während der Coronavirus-Pandemie sollen solche Menschenansammlungen vermieden werden - deshalb kündigte die Werft die Reise der "Odyssey" erst kurzfristig am Vortag an. Am frühen Sonnabendmorgen waren denn auch weniger als 50 Schiffs-Fans zur Werft gekommen. Die Polizei hatte sicherheitshalber mehrere Straßen gesperrt.

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Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the seas" von der Seite gesehen.
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Meyer will wegen Pandemie Hunderte Jobs streichen

Für die Meyer Werft war es die erste von zwei Überführungen in diesem Jahr. Wegen des Pandemie-bedingten Stillstands der Kreuzfahrtbranche muss die Werft ihr Bautempo drosseln. Damit drohen Hunderte Arbeitsplätze verloren zu gehen.

Meyer beschäftigte am Standort Papenburg zuletzt etwa 4.500 Menschen. Nach Angaben des Betriebsrates will die Werft 650 Jobs streichen. Von den übrigen Mitarbeitern verlange sie 200 Stunden unbezahlter Arbeit im Jahr, sonst müssten weitere 300 Mitarbeiter gehen. Der Betriebsrat will um die Festangestellten kämpfen und fordert weniger Leiharbeit auf der Werft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.02.2021 | 10:00 Uhr

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