Mann in Oldenburg angezündet - lebensgefährlich verletzt

Stand: 20.08.2021 20:00 Uhr

In der Nacht zu Freitag wollte ein Mann offenbar einer Frau helfen, die an einer Bushaltestelle in Oldenburg belästigt wurde. Ein 53-Jähriger übergoss ihn mit einer Flüssigkeit und zündete ihn an.

Nach Angaben einer Sprecherin alarmierten Zeugen gegen 23 Uhr die Polizei und den Rettungsdienst. Als die Beamten eintrafen, kümmerten sich bereits Ersthelfer um den Mann. Der 66-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen im Gesicht, am Oberkörper und an den Atemwegen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Mutmaßlicher Täter belästigt wohl wartende Frau

Ersten Ermittlungen zufolge soll der mutmaßliche Täter aus Wiefelstede (Landkreis Ammerland) eine Frau angesprochen haben, die an der Haltestelle zusammen mit ihrer Tochter auf den Bus wartete. Er soll sie dann vermutlich so sehr bedrängt und belästigt haben, dass der 66-Jährige der Frau zur Hilfe kam. Dadurch kam es offenbar zum Streit mit dem 53-Jährigen. Schließlich eskalierte die Auseinandersetzung: Der 53-Jährige soll das Opfer geschlagen, getreten und dann eine Flüssigkeit auf den Mann geschüttet haben, die er mit einem Feuerzeug entzündete. Mehrere Menschen kümmerten sich um das Opfer und löschten den Brand. Um welche Flüssigkeit es sich handelte, wissen die Behörden nach eigenen Angaben noch nicht. Zumindest hätte der Inhalt eines Benzinfeuerzeuges nicht ausgereicht, hieß es.

Verdächtiger kommt in psychiatrisches Krankenhaus

Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen und nach Rücksprache mit einem Arzt in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Der Mann war den Behörden bereits bekannt. Wodurch er früher auffällig wurde, wollte die Polizei nicht sagen. Zu den Hintergründen der Tat könnten Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit keine weiteren Angaben machen, so eine Sprecherin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 20.08.2021 | 08:30 Uhr

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