Stand: 21.01.2020 12:09 Uhr

Löningen: Vier Schafe offenbar von Wölfen gerissen

In Löningen haben am Wochenende vermutlich mehrere Wölfe vier Schafe einer Deichschäferei am Fluss Hase getötet. 16 weitere Tiere wurden so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Der Wolfsberater im Landkreis Cloppenburg, Heinz Künnen, bestätigte den Verdacht am Dienstagmorgen gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Eine endgültige Analyse der DNA stehe zwar noch aus, sagte Künnen. Spuren und Rissbild würden aber auf mindestens zwei Wölfe hindeuten.

Elektrozaun kann Angriffe nicht verhindern

Es wäre bereits das siebte Mal, dass Wölfe im Bereich der Deichschäferei Tiere gerissen hätten, sagte der Wolfsberater. Die Schafe seien zwar durch einen ein Meter hohen 7.000-Volt-Elektrozaun geschützt gewesen. Diesen hätten die Wölfe aber offenbar problemlos übersprungen, so Künnen. In Niedersachsen gibt es nach Angaben des Umweltministeriums derzeit 23 Wolfsrudel. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 240 Angriffe auf Nutztiere registriert.

Umweltministerium: Entnahme derzeit kein Thema

Forderungen aus der Region, die Wölfe abzuschießen, weist das Umweltministerium zurück. Es sei noch zu früh, um über eine Entnahme zu sprechen, sagte ein Sprecher NDR 1 Niedersachsen. Bislang stehe auch nicht fest, ob es dieselben Wölfe waren, die mehrmals in geschützte Schafherden eingefallen seien. Ohnehin sei es selbst bei einer Genehmigung schwierig, die streng geschützten Wölfe zu entnehmen, da sie nicht leicht zu identifizieren seien und den Jägern bei einem Irrtum Strafen drohten, so der Sprecher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 21.01.2020 | 13:30 Uhr

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