Stand: 26.05.2020 15:12 Uhr

LNG-Terminalschiff soll in Südkorea gebaut werden

Ein Anleger an der Küste vor Wilhelmshaven. © NDR Foto: Christoph Heinzle
Das Terminal-Schiff soll in der Außenjade schwimmen. (Archivbild)

Der Bau eines geplanten schwimmenden Terminals für Flüssiggas (LNG) in Wilhelmshaven ist einen Schritt näher gerückt. Die künftige Betreibergesellschaft und Tochter des Energiekonzerns Uniper, LTW, hat einen Vertrag für Bau und Charter des Terminalschiffs mit einem japanischen Unternehmen unterzeichnet. Das Schiff sei die Kernanlage und soll die Anlandung, Speicherung und Wiederverdampfung von Flüssig-Erdgas für den deutschen Markt ermöglichen, so das Unternehmen. Gebaut werden soll das rund 350 Meter lange Schiff in Südkorea. Zur Frage, wann das Terminal realisiert werden kann, wollte ein Unternehmenssprecher keine Angaben machen.

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Ergebnisse von Untersuchung stehen aus

Allerdings ist das Projekt noch nicht in trockenen Tüchern. Zuletzt hatten Experten ein schützenswertes Biotop für Muscheln, Würmer und Kleinstlebewesen in der Jade entdeckt. Uniper hatte daraufhin eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen auf den Lebensraum zu ermitteln. Die Ergebnisse lägen aber noch nicht vor, so ein Unternehmenssprecher. Gegen das Terminal hat sich zudem eine Bürgerinitiative gegründet. Sie hält LNG (Liquid Natural Gas) für umwelt- und klimaschädlich, weil es ein fossiler Brennstoff ist. Befürworter nennen es einen Baustein der Energiedrehscheibe.

Von Wilhelmshaven nach ganz Deutschland

Bisher gibt es in Deutschland noch kein LNG-Importterminal. Das schwimmende Terminal in Wilhelmshaven ist in der Außenjade geplant, etwa eineinhalb Kilometer vom Ufer entfernt. Das Schiff soll das flüssige Erdgas, das unter anderem aus dem Wüstenstaat Katar geliefert werden soll, von Gastankern übernehmen, an Bord verdampfen und über eine Rohrleitung an Land pumpen. Von dort aus soll es dann über Pipelines in ganz Deutschland verteilt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 26.05.2020 | 17:00 Uhr

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