Stand: 26.02.2020 18:28 Uhr

Inseln: Finanzielle Hilfe beim Küstenschutz

Am Strand von Wangerooge steht ein Schild mit der Aufschrift "Flutschäden! Betreten auf eigene Gefahr." © dpa - Bildfunk Foto: Patrik Stollarz
Nach schweren Sturmschäden kann der Strand von Wangerooge wieder aufgespült werden.

Nach den teils verheerenden Sturmschäden der jüngsten Tage gibt nun gute Nachrichten für die Ostfriesischen Inseln. Sie können auf finanzielle Hilfe beim Küstenschutz hoffen. Das sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) nach einem Treffen mit den Inselbürgermeistern am Mittwoch in Hannover. Lies betonte, dass die Strände wichtig für den Tourismus seien. Notwenige zusätzliche Küstenschutzmaßnahmen nach den Winterstürmen würden nicht am Geld scheitern, hieß es. Über die bereits zugesagte Summe von knapp 62 Millionen Euro für dieses Jahr hinaus nannte der SPD-Politiker jedoch keine konkreten Beträge. Im Einzelfall könne es aber schon um mehrere Millionen Euro für eine Insel gehen, so Lies.

Sandbank kann angezapft werden

Auf der Insel Wangerooge kann zudem der von den Winterstürmen stark in Mitleidenschaft gezogene Strand wieder aufgespült werden, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Auch das sei ein Ergebnis des Gesprächs. Dafür könne der Sand einer vorgelagerten Sandbank genutzt werden, sagte Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos). Ob Insel und Landkreis Friesland dafür allein aufkommen müssten oder ob es Zuschüsse geben werde, sei aber noch offen. Die Inselbürgermeister hatten im Vorfeld gefordert, dass das Land Niedersachsen die Kosten für die Reparatur der Strände übernimmt.

61,6 Millionen Euro reichen nicht aus

Bereits am Dienstag hatte der Minister bekanntgegeben, dass 2020 wie im Vorjahr 61,6 Millionen Euro für den Küstenschutz bereitstehen - ein Drittel des Geldes kommt vom Land, der Rest vom Bund. Langfristig würden allerdings 100 Millionen Euro benötigt, hatte Lies im Herbst gesagt. Der Küstenschutz sichert nach Angaben des Umweltministers ein Siedlungsgebiet mit 1,2 Millionen Menschen und Sachwerten von rund 129 Milliarden Euro - allein in Niedersachsen.

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Die Abbruchkante des Strandes auf Wangerooge. © dpa - Bildfunk Foto: Patrik Stollarz

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.02.2020 | 08:00 Uhr

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