Stand: 16.03.2019 15:17 Uhr

"Gorch Fock": 100.000 Euro für Zier-Nieten bezahlt

Heutzutage werden Schiffsrümpfe nicht mehr genietet: Bei der Reparatur der "Gorch Fock" wurden aber mehrere Tausend Nieten zu Dekorationszwecken verbaut - das hat offenbar rund 100.000 Euro gekostet, berichtet der "Spiegel".

Im Desaster um die Sanierung des deutschen Segelschulschiffs "Gorch Fock" muss sich nun die Marine den Vorwurf gefallen lassen, rund 100.000 Euro für unechte Nieten ausgegeben zu haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Die Nieten würden heute nur zu Dekorationszwecken verwendet. Heutzutage würden die Platten für den Rumpf von Stahlschiffen geschweißt, schreibt das Blatt. Aus optischen Gründen seien jedoch mehrere Tausend Nieten an Bord der "Gorch Fock" verarbeitet worden.

Arbeiten sollen am Montag weiter gehen

Erst vor wenigen Tagen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den vorübergehend verhängten Zahlungsstopp für die Schiffssanierung aufgehoben. Ziel ist es, dass ab Montag die Arbeiten an der "Gorch Fock" auf der Elsflether Werft wieder aufgenommen werden.

Werft schwer angeschlagen

Die Elsflether Werft war durch die aufwendige Reparatur des Segelschulschiffs in schweres Fahrwasser gekommen und musste Insolvenz anmelden. Gegen den alten Werft-Vorstand stehen zudem Untreue-Vorwürfe im Raum. Die Beteiligten haben diese Vorwürfe allerdings jüngst bestritten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.03.2019 | 15:00 Uhr

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