Stand: 16.04.2018 10:41 Uhr

EWE: Schnelles Internet erst in zehn Jahren

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Der Internetausbau dauert länger, unter anderem weil das Baugewerbe ausgelastet ist. (Archivbild)

Schnelles Internet für alle - und das bis 2025. Darauf haben sich SPD und CDU/CSU auf Bundesebene Anfang des Jahres in ihren Koalitionsgesprächen geeinigt. Doch ist das zu schaffen? Der neue Chef des Oldenburger Energiekonzerns EWE, Stefan Dohler, ist skeptisch. Flächendeckendes schnelles Internet werde es in Niedersachsen seiner Einschätzung nach erst in rund zehn Jahren geben. Niedersachsen sei bei dem Thema - wie alle anderen Bundesländer auch - noch weit von dem Anspruch entfernt, den man eigentlich braucht, so Dohler.

Dohler: Baugewerbe hat keine Kapazitäten

Als Grund nennt Dohler vor allem die große Auslastung des Baugewerbes wegen des anhaltenden Baubooms. Das mache sich unter anderem beim Ausbau des Glasfasernetzes im Nordwesten Niedersachsens bemerkbar. Die Tiefbaupreise seien stark gestiegen, weil die Baukapazitäten fast ausgeschöpft seien, so der Vorstandsvorsitzende. Der Markt sei "komplett abgegrast". "Alle tun sich schwer, genügend Bautrupps rauszubringen."

EWW will 1,2 Milliarden Euro investieren

Dohler fordert daher von der Bundesregierung, dass die für den Ausbau des schnellen Internets bereitgestellten Fördergelder nicht verfallen. Für Unternehmen wie EWE sei es wichtig zu wissen, dass die Fördergelder so lange bereitstehen, wie ein Ausbau realistischer Weise dauert. EWE will in den kommenden Jahren rund 1,2 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.04.2018 | 08:00 Uhr

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