Stand: 28.03.2020 14:20 Uhr

Corona-Krise trifft auch Krabbenfischer

Zahlreiche Krabben befinden sich in der Verarbeitung. © NDR
Wegen der Corona-Krise sind Restaurants geschlossen, die Nachfrage nach Krabben daher gering. (Archivbild)

Die Corona-Krise trifft derzeit viele Branchen in Niedersachsen und macht auch vor den Krabbenfischern an der Küste nicht halt. Die Fischer könnten zwar aufs Meer fahren, aber die Nachfrage stagniere, da die Restaurants geschlossen seien, sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer der Nordsee, Günter Klever. Auch in Belgien, dem Hauptabnehmer der Nordseegarnelen, gebe es Beschränkungen.

Krabbenpulen in Marokko in Gefahr

Eine zweite Erzeugergemeinschaft, die der Deutschen Krabbenfischer, mit knapp 100 Fischereifahrzeugen von Sylt in Schleswig-Holstein bis Ditzum in Ostfriesland, entschied sich nach eigenen Angaben am Wochenende für einen zunächst einwöchigen Fangstopp. Ein Grund sei, dass derzeit aufgrund der Corona-Pandemie in Marokko kaum Krabben gepult werden könnten, heißt es. "Wenn jetzt tatsächlich Marokko total wegbricht, dann brauchen sie auch nicht rausfahren. Wenn wir Pech haben, liegen wir die nächsten zwei, drei Monate", so Geschäftsführer Kai-Arne Schmidt.

Umsatzeinbruch in 2019

Damit setzen sich die schlechten Zeiten für die Krabbenfischer an Niedersachsens Küste fort. Im vergangenen Jahr litten sie unter dem Rekordergebnis von 2018. Wegen noch voller Kühlhäuser gab es kaum Bedarf an frischen Krabben. Der Umsatz brach ein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.03.2020 | 20:00 Uhr

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