Stand: 15.07.2020 06:30 Uhr

Biotope: Neuer Standort für LNG-Terminal gesucht

Für das geplante Flüssiggas-Terminal in Wilhelmshaven muss der Energiekonzern Uniper nach alternativen Standorten suchen. Ein schützenswertes Unterwasser-Biotop am Chemieanleger macht der 300-Millionen-Euro-Investition einen Strich durch die Rechnung. Ein alternativer Standort wurde gesucht und gefunden - nun soll das sogenannte LNG-Terminal als schwimmender Anleger gebaut werden, weiter östlich in Richtung Fahrwasser. Aber die biotopreiche Jade könnte auch dieses Vorhaben zu Fall bringen.

VIDEO: LNG-Terminal in Wilhelmshaven auf der Kippe? (3 Min)

Experte vermutet weiteres Biotop an neuem Standort

Geo-Ökologe Holger Freund von der Universität Oldenburg zufolge können auch in diesem Bereich die schützenswerten Grobsandvorkommen liegen. Dementsprechend sei "die Wahrscheinlichkeit oder die Chance durchaus gegeben", dass wir es mit ähnlichen Biotopstrukturen zu tun haben könnten.

Lies ist optimistisch, Grüne lehnen Terminal ab

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) geht davon aus, dass weitere Vorkommen nach den bisherigen Erfahrungen rechtzeitig berücksichtigt werden. Für die energiepolitische Sprecherin der Grünen, Imke Byl, passt das LNG-Terminal nicht dorthin. Der Bau sei nicht vereinbar damit, "das Unterwasser-Biotop zu schützen, das Wattenmeer zu schützen, die Naturschutzgebiete drumherum zu schützen".

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 14.07.2020 | 17:00 Uhr

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