Freundin erstochen: Zwölfeinhalb Jahre Haft für 19-Jährigen

Stand: 09.09.2021 16:51 Uhr

Für die Tötung seiner Freundin muss ein 19-Jähriger für zwölf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Mit ihrem Urteil folgten die Richter am Landgericht Lüneburg der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Auch nach dem Prozess war ein klares Motiv für die Tötung der 19 Jahre alten Abiturientin nicht erkennbar. Das sei juristisch unbefriedigend und für die Angehörigen unmenschlich, sagte der Vorsitzende Richter. Bevor er das Urteil verkündete, standen Familienangehörige des Opfers im Zuschauerraum. Sie trugen weiße T-Shirts mit dem Bild des Opfers und dem Schriftzug: "Jana, wir vermissen Dich".

Nebenkläger forderten lebenslange Haft

Der Richter bedankte sich später bei allen Beteiligten. Er sagte, der Prozess habe die ganze Kammer menschlich berührt. Die Familie des Opfers, die als Nebenkläger an dem Prozess beteiligt war, hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Der Verteidiger des 19-Jährigen hatte für eine maximale Freiheitsstrafe von zehn Jahren plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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19-Jähriger: "Ich bereue es jeden Tag"

Der 19-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses in einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung eingeräumt, seine Freundin erstochen zu haben. In der vergangenen Woche hatte sich der junge Mann erstmals im Prozess selbst zu Wort gemeldet. "Es tut mir unendlich leid, was ich getan habe. Ich bereue es jeden Tag", sagte er unter Tränen.

Vater findet seine erstochene Tochter

Der Vater des Opfers hatte seine Tochter Anfang Januar in ihrem Auto auf einem Parkplatz in Lüneburg gefunden. Er hatte nach ihr gesucht, weil sie von ihrem Job in einem Lokal am Abend nicht nach Hause gekommen war.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.09.2021 | 12:00 Uhr

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