Polizisten führen eine Razzia in einem Wohngebiet durch. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Drogenhandel und Clans: Wieder Razzien im Raum Lüneburg

Stand: 22.09.2022 15:23 Uhr

Die Polizei hat in und um Lüneburg erneut Räume von mutmaßlichen Drogenhändlern und Clan-Mitgliedern durchsucht. Im Einsatz waren 80 Beamte.

Sie durchsuchten acht Wohnungen, Häuser, Geschäftsräume sowie eine Gartenparzelle. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Objekte stehen demnach in Lüneburg, Bardowick, Melbeck, Adendorf und im Landkreis Harburg. Sichergestellt worden seien Datenträger, Mobiltelefone und Unterlagen sowie geringe Mengen Marihuana und Amphetamine. Eine Person sei zur Abgabe von Fingerabdrücken auf die Wache gebracht worden. Dem Einsatz vorausgegangen seien mehrmonatige Ermittlungen der sogenannten Ständigen Ermittlungsgruppe für komplexe kriminelle Strukturen. In der Nacht zu Montag waren bei Durchsuchungen Drogen im Wert von mehr als 200.000 Euro sichergestellt worden.

20 Kilo Cannabis und ein Kilo Amphetamine

Polizisten führen eine Razzia in einem Wohngebiet durch. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze
Gut 80 Einsatzkräfte durchsuchten am frühen Donnerstagmorgen die Objekte.

Die weiteren Ermittlungen sowie die Auswertung von Datenträgern dauern an, wie es weiter hieß. Zum jetzigen Zeitpunkt werden demnach keine weitergehenden Informationen insbesondere zu den Hintergründen der mutmaßlichen Taten erteilt. Bei den Razzien in der Nacht zu Montag hatten die Ermittlerinnen und Ermittler insgesamt sechs Wohnungen durchsucht und dabei gut 20 Kilogramm Cannabis und etwa ein Kilogramm Amphetamine sichergestellt. Sechs Tatverdächtige aus dem Clan-Milieu wurden festgenommen, drei von ihnen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

26-Jähriger soll Drogengeschäfte organisiert haben

Als Hauptverdächtiger gilt ein 26-Jähriger, der gemeinsam mit mehreren Komplizen Drogen verkauft haben soll. Der Mann sowie zwei weitere Beschuldigte im Alter von 27 und 31 Jahren wurden einem Haftrichter vorgeführt und anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht, so die Polizei. Die drei weiteren Festgenommenen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.

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