Ein Stop-Schild ist vor einem Continental-Logo zu sehen. © picture alliance Foto: Roberto Pfeil

Ukraine-Krieg: Continental senkt Gewinnprognose

Stand: 21.04.2022 12:42 Uhr

Der Autozulieferer Continental aus Hannover hat seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr gesenkt. Die Gründe seien wirtschaftliche Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg und gestiegene Rohstoffkosten.

Bislang hatte Continental zwischen 5,5 und 6,5 Prozent als Ertragsspanne erwartet. Jetzt rechnet der DAX-Konzern nur noch mit 4,7 bis 5,7 Prozent. Den möglichen Gesamtumsatz schätzt der Autozulieferer auf 38,3 Milliarden bis 40,1 Milliarden Euro - und bleibt damit fast konstant. Allerdings wird aktuell die auch für Zulieferer wichtige weltweite Konjunktur der Autoindustrie als deutlich schwächer bewertet als im Vorjahr.

Conti sorgt sich wegen deutlich höherer Kosten

Das Management von Conti nannte als Gründe für den trüberen Ausblick auf die kommenden Monate erhöhte Kosten für wichtige Zulieferungen, insbesondere für ölbasierte Rohstoffe, sowie Kostensteigerungen im Energiebereich und in der Logistik. Auch die weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie müssten beobachtet werden. "Je nach Ausmaß könnten sowohl Umsatz, insbesondere aber auch das Ergebnis aller Unternehmensbereiche insgesamt niedriger ausfallen als im Vorjahr", hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 21.04.2022 | 15:00 Uhr

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