Stand: 19.07.2019 14:12 Uhr

Polizei: Energischer gegen Hochzeitskorsos

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Bereits sieben Fälle sind in diesem Jahr gemeldet worden, bei denen Hochzeitsgäste zu Waffen oder Pyrotechnik gegriffen haben. (Archiv)

Das Land will entschiedener gegen Hochzeitskorsos vorgehen, bei denen etwa Pyrotechnik gezündet oder Schüsse abgegeben werden. Die Polizei dürfe gefährliche Verkehrsverstöße und den Gebrauch von Schuss- und Schreckschusswaffen nicht tolerieren, heißt es dazu in einem Erlass des Innenministeriums. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) hatte zuvor darüber berichtet. Demzufolge sollen die Beamten konsequent handeln, indem sie den Teilnehmern die Weiterfahrt untersagen, ihre Führerscheine einziehen und die Wagen sicherstellen.

Erlass soll alle Polizisten ermutigen

"Auch bislang wurden alle rechtlichen Mittel eingesetzt, um gegen Hochzeitskorsos vorzugehen, wenn diese den Straßenverkehr gefährlich behindern oder Schusswaffen gebraucht wurden", erklärte eine Sprecherin des Innenministeriums dazu am Freitag. Man wolle mit dem Erlass alle Polizisten ermutigen, diese Mittel anzuwenden.

In vier Fällen wurde geschossen

Bereits sieben Vorfälle sind in diesem Jahr gemeldet worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor: drei davon in Hannover, zwei in Braunschweig und jeweils einer in Gifhorn und Ehlershausen. In vier Fällen wurde geschossen. Die Teilnehmer stammten demnach aus türkischen, kurdischen und libanesischen Familien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.07.2019 | 08:00 Uhr

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