Das Gemeinschaftskraftwerk Hannover (GKH), auch Kraftwerk Stöcken genannt, in Hannover. © picture alliance / dpa Foto:  Julian Stratenschulte

Kohlekraftwerk Stöcken geht schon früher vom Netz

Stand: 20.05.2021 19:23 Uhr

Die Stadt Hannover will deutlich früher aus der Kohleenergie aussteigen als bislang geplant. Dazu soll das Kraftwerk im Stadtteil Stöcken ab 2024 schrittweise vom Netz gehen.

Die Entscheidung gaben Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Enercity-Chefin Susanna Zapreva bekannt. Bis spätestens 2038 will Deutschland den Ausstieg aus der umweltschädlichen Energie schaffen. Das Werk in Stöcken soll eigentlich 2030 stillgelegt werden. Vielen geht das nicht schnell genug. Ein Bürgerbegehren hatte das Ziel, dem Kraftwerk schon 2026 den Stecker zu ziehen. In den vergangenen Monaten haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Initiative, die Stadt und der Versorger Enercity ausgetauscht und Perspektiven erarbeitet.

Hannover fördert Austausch von Ölheizungen

Das Ergebnis: Hannover soll möglichst schnell auf alternativem Wege mit Wärme versorgt werden: Die Stadt setzt gleichzeitig auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, zum Beispiel auf Anlagen, die Biomasse oder Klärschlamm verbrennen. Privathaushalte sollen zudem gefördert werden, wenn sie ihre alten Ölheizungen austauschen oder auf Fernwärmetechnik umsteigen. Dafür stellt Hannover 35 Millionen Euro bereit.

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Das Gemeinschaftskraftwerk Hannover (GKH), auch Kraftwerk Stöcken genannt, in Hannover. © picture alliance / dpa Foto:  Julian Stratenschulte

Hannover: Initiative will Aus für Kohlekraftwerk 2026

Die Organisatoren müssen 20.000 Unterschriften sammeln, um eine entsprechende Abstimmung zu erreichen. (20.01.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 21.05.2021 | 06:30 Uhr

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