Stand: 20.09.2019 18:25 Uhr

Klimademo in Hannover übertrifft alle Erwartungen

Fast viermal so viele Teilnehmer wie erwartet, kamen in Hannover zu der "Fridays For Future"-Demonstration.

In Hannover haben am Freitag anlässlich des weltweiten Klimastreiks der Bewegung "Fridays for Future" mehr als 30.000 Menschen für besseren Klimaschutz demonstriert. Die Veranstalter hatten nur mit 8.000 Teilnehmern gerechnet. In der Landeshauptstadt führte zunächst ein Sternmarsch am Mittag zum Opernplatz. Von dort zog ein Protestmarsch zur Abschlusskundgebung am Trammplatz am Neuen Rathaus.

Schüler, Lehrer, Großeltern marschierten mit

Schon zu Beginn ihres Sternmarsches wurden die Demonstranten laut. "Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle", skandierten sie - und unterstrichen dies mit energischem Auf- und Abschwenken ihrer Schilder. Neben Schülern demonstrierten viele Erwachsene mit. Lehrer, Eltern und Großeltern mischten sich in die Menge. Manche hatten Blumen in der Hand, andere unmissverständliche Botschaften auf den Transparenten: "Kinder, vergebt ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun."

"Ihr habt es verkackt": Bischof Meister stellt sich Kritik

Mit dabei war auch Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Seit "Fridays for Future" für den Klimaschutz kämpfe, seien klimapolitische Ziele viel leichter durchsetzbar, sagte der Minister. Auch der evangelische Landesbischof Ralf Meister lief mit. Er ermutigte die Jugendlichen bei einer kurzen Rede weiter zu protestieren. "Eine von euch hat mir neulich gesagt: 'Du gehörst zu einer Generation, die es verkackt hat'", zitierte Meister und stimmte der Kritik zu. Seine Generation habe zu lange ignoriert, was auf dem Spiel stehe.

Verkehrsprobleme in der Innenstadt

Der Verkehr wurde rund um die Innenstadt immer wieder durch die Menschenmassen lahmgelegt. Neben Autos war auch der Öffentliche Nahverkehr betroffen.

Gemeinsam kämpfen und die Klimakrise stoppen

"Fridays For Future"-Aktivisten hatten auf ihrer Internetseite explizit alle Generationen dazu aufgerufen, auf der Straße dabei zu sein. Auf Facebook hatte "Fridays For Future" Hannover gepostet: "An alle Erwachsenen, Berufstätigen, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Paten und Lehrer*innen: Schließt euch uns an, für eure eigene Zukunft und die eurer Kinder und zukünftiger Generationen! Es ist so wichtig, dass wir immer mehr werden." "Fridays For Future" führte die Demos an, aber zum ersten Mal durften auch Greenpeace und andere Nichtregierungsorganisation sichtbar mitlaufen. Das Motto von "Fridays For Future" Hannover: "Wenn wir alle gemeinsam kämpfen, werden wir etwas verändern und die Klimakrise stoppen!"

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11 Bilder

Die Bilder zu den "Fridays for Future"-Demos

Nicht nur Schüler streiken für das Klima, auch Eltern und Großeltern nahmen an den Protesten teil. Wir haben die Bilder zum Beispiel aus Hannover, Norderney, Haren und Buxtehude. Bildergalerie

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.09.2019 | 17:00 Uhr

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