Stand: 08.05.2020 17:36 Uhr

Infektionsketten mit Software besser verfolgen

Eine Ärztin sitzt an einem Laptop. © Colourbox
Die Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern können mit der neuen Software die Daten der Infizierten einfacher erfassen. (Themenbild)

Die Gesundheitsämter stehen an vorderster Front im Kampf gegen Corona. Die Mitarbeiter kommen dabei oft genug an ihre Grenzen. Da könnte ihnen jetzt eine Software helfen, die vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für die Ebola-Epidemie in Afrika entwickelt wurde. Das Hamelner Gesundheitsamt hat das neue Computerprogramm seit Mitte März erprobt - und verbessert. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) findet die Software so überzeugend, dass sie in allen niedersächsischen Gesundheitsämtern eingesetzt werden soll.

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Datenerfassung wird erleichtert

Sehr viele Daten müssen bei einer Corona-Infektion erfasst werden - nicht nur die des Infizierten, auch die aller Kontaktpersonen. "Da erleichtert das neue Computerprogramm SORMAS die Arbeit sehr", sagte Jacqueline Günther vom Hamelner Gesundheitsamt zu NDR 1 Niedersachsen. Anders als bei anderen Programmen, könnten mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an den verschiedenen Fällen arbeiten. Das nehme viel Arbeit ab, auch bei der Digitalisierung der Akten.

Kontaktpersonen können schneller identifiziert werden

Die Software erkennt auch sofort, ob Kontaktpersonen verschiedener Infizierter etwas miteinander zu tun hatten. Corona-Infektionsketten lassen sich so schneller nachverfolgen. Deshalb solle das Computerprogramm schnell in allen niedersächsischen Gesundheitsämtern zum Einsatz kommen, wie Gesundheitsministerin Reimann bei ihrem Besuch in Hameln ankündigte. Vor allem auch deshalb, weil ab Montag die Kontaktregeln gelockert werden: "Es sind mehr Kontakte möglich", so Reimann. "Und das kann eben auch dazu führen, dass jemand, der infiziert ist, mit mehr Menschen in Kontakt gekommen ist und sie infiziert hat", so Reimann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 08.05.2020 | 14:30 Uhr

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