Stand: 14.11.2019 21:43 Uhr

Freundin aus Rache verbrüht: Fünf Jahre Haft

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Die Angeklagte hat vor Gericht gestanden, ihre Bekannte aus Rache verbrüht zu haben.

Wegen wissentlich schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Hildesheim eine 29 Jahre alte Frau am Donnerstag zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die Kammer folgte mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf drei Jahre und sechs Monate plädiert.

Tat war Racheakt

Die Angeklagte hatte einer früheren Freundin ein kochend heißes Gemisch aus Wasser und Öl über den Kopf geschüttet. Diese erlitt bei der Attacke nach Angaben der Ärzte schwerste Verbrühungen und war zeitweise in Lebensgefahr. Vor Gericht gestand die 29-Jährige den Angriff. Dieser war demnach ein Racheakt. Die 29-Jährige hatte ausgesagt, dass ihre Bekannte zuvor ihren Hund getötet hatte.

Massakrierter Hund lag in Wohnung der Freundin

Ein halbes Jahr vor der Attacke war der Hund der Angeklagten in der Wohnung der Bekannten gefunden worden. Der Mini-Chihuahua war blutüberströmt, ausgeweidet und seine Zunge war abgeschnitten. Die Angeklagte gab an, der Hund sei für sie und ihren Mann wie ein Kind gewesen. Die Freundin hatte stets bestritten, das Tier getötet zu haben.

Weitere Informationen

Bekannte aus Rache verbrüht: Angeklagte gesteht

Vor dem Hildesheimer Landgericht hat am Dienstag eine 29 Jahre alte Frau gestanden, eine Bekannte lebensgefährlich verletzt haben. Laut Anklage war Rache das Motiv. (05.11.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 14.11.2019 | 19:30 Uhr

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