Stand: 10.03.2020 15:55 Uhr

Coronakrise: Die Folgen für Reiseveranstalter TUI

Friedrich Joussen, Vorstandsvorsitzender der Tui Group, spricht während der Hauptversammlung der Tui Group. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen
TUI-Chef Friedrich Joussen glaubt in Zeiten von Corona an das aus seiner Sicht gute Krisenmanagement des Unternehmens. (Themenbild)

Es sind noch zweieinhalb Wochen, bis die Niedersachsen in die Osterferien gehen - oder fliegen. Sonne, Strand, entspannte Zeiten - dies alles ist gefährdet. Denn noch weiß niemand, ob er oder sie die gebuchte Reise in Zeiten des Coronavirus antreten kann. Betroffen sind aber nicht nur Reisende: Corona hat auch Auswirkungen auf Unternehmen, die die Dienstleistungen anbieten. Und so trifft die aktuelle Krise auch den weltgrößten Reisekonzern TUI aus Hannover.

TUI setzt auf Krisenmanangement

Am Dienstag trafen sich Betriebsräte zu ihrer jährlichen Konferenz in Hannover, bei der es auch um das Coronavirus ging. "Man sieht schon Buchungszurückhaltung", sagte TUI-Vorstand Friedrich Joussen am Rande des Treffens. Der Konzern sei daher zu Sparmaßnahmen gezwungen. "In so einer Krise ist es wichtig, das Geld zusammenzuhalten. Es ist schon so, dass wir Investitionen, die wir geplant hatten, zurückstellen", sagte er. Allgemein werde TUI die Krise gut verkraften, schätzt Joussen. "Wir sind nicht unerfahren im Management von Krisen", so der TUI-Chef.

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Karibik statt Asien - gereist wird trotz Corona

Die TUI als Reiseveranstalter sei Joussen zufolge weniger betroffen als Fluggesellschaften, die Linienflüge anböten. Viele Kunden hielten mittelfristig an Urlaubsplanungen fest. Der Konzern könne Rückgänge im Asien-Geschäft derzeit durch Ziele in der Karibik kompensieren. "Es ist dort das Risiko am größten, wo sie hohe Fixkosten haben", sagte Joussen mit Blick auf die Flugzeuge von TUI-Tochter TuiFly. Die Kreuzfahrtsparte des Konzerns musste ein Schiff aus Asien zurückholen - ein Einzelfall bislang.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 10.03.2020 | 18:00 Uhr

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