Stand: 13.09.2019 14:47 Uhr

Betrug im Netz: Fake-Shops, die nie liefern

Mit einem Klick im Internet Bücher, Kleidung oder das ein neues Mobiltelefon kaufen. Für viele auch in Niedersachsen gehört das zum Alltag. Doch wo sich Geschäftsfelder etablieren, nisten sich auch Betrüger ein. Was auf den ersten Blick einfach und bequem scheint, kann schnell ein böses und vor allem teures Ende nehmen. Kriminelle versuchen mit gefälschten Einkaufsseiten, sogenannten Fake-Shops, Kunden abzuzocken.

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Hallo Niedersachsen

Abzocke mit Fake-Shops nimmt zu

31.01.2019 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Immer häufiger werden Kunden beim Kauf im Internet betrogen. Auch Tabea Lampe wurde Opfer von Betrügern. Sie zahlte eine Kaffeemaschine per Vorkasse - das Gerät wurde nie geliefert. Video (02:51 min)

Professionelle Fake-Shops sehen echt aus

Fake-Shops sind Internetseiten, die zum Teil sehr professionell aufgebaut sind. Sie sehen aus wie seriöse Einkaufsportale - in manchen Fällen haben die Betreiber auch existierende Websites von Online-Shops kopiert. Das macht es noch schwieriger, die Fälschung zu erkennen. Kriminelle stehlen zum Teil auch die Daten seriöser Händler, um selbst im Kleingedruckten den Anschein zu erwecken, dass bekannte Betreiber hinter dem Shop stecken und damit also alles in Ordnung ist. Fallen Kunden auf die Fälschung herein, überweisen sie Geld, warten auf die bestellte Ware jedoch vergeblich.

Ein super Preis? Der könnte "fake" sein

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät, zuerst zu vergleichen: Passen Internetadresse und der Inhalt des Shops zusammen? Vielfach nutzen die Betrüger abgemeldete Adressen, bieten im Shop dann aber Waren an, die damit nichts zu tun haben. Ein Beispiel: Unter einer Internetadresse wurden früher Ferienwohnungen angeboten, im vermeintlichen Shop gibt es aber Schuhe oder Küchengeräte. Da passt der Name der Seite wahrscheinlich nicht zur Art der Produkte. Noch ein Punkt: Sind die Preise verdächtig niedrig? Und vor allem: Welche Bezahlmöglichkeiten werden angeboten? Akzeptieren die Betreiber nur Vorkasse, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Fake-Shop.

Das Geld ist in der Regel weg

Wer auf die Masche hereingefallen ist, wird sein Geld voraussichtlich nicht wiedersehen. An die Kriminellen heranzukommen, ist äußerst schwierig. Sie sitzen meist im Ausland und verstecken sich hinter anonymen E-Mail-Adressen, die in wieder anderen Ländern registriert sind. Das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) rät dazu, jeden Betrugsfall bei der örtlichen Polizei anzuzeigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.09.2019 | 06:00 Uhr

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