Schilder an einer grauen Wand warnen vor Radioaktivität und Gefahren für die Feuerwehr. © NDR

Atommüll: Lager in Leese soll wie geplant 2030 schließen

Stand: 19.08.2021 19:45 Uhr

Bis 2030 soll Schicht im Schacht sein. Dann sollen im Zwischenlager Leese (Landkreis Nienburg) keine Fässer mit Atommüll mehr stehen. Dieser soll ins künftige Endlager Schacht Konrad kommen.

Der schwach radioaktive Müll werde weiter nach Jülich (Nordrhein-Westfalen) gebracht und dort auf die Lagerung im künftigen Endlager Schacht Konrad vorbereitet, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag. Den Angaben zufolge wurde im vergangenen Herbst begonnen, die Fässer nach Jülich abzutransportieren. Insgesamt handelt es sich laut Umweltministerium um 1.484 Fässer. Sie werden dort in spezielle Container verpackt.

Nur 50 Fässer sollen vorübergehend zurückkommen

Die Fässer stammen aus der früheren Landessammelstelle Steyerberg (Landkreis Nienburg) und enthalten schwach strahlenden Abfall aus Medizin, Forschung und Technik. Nach Angaben der Bürgerinitiative Strahlenschutz Leese sagte Lies zu, dass höchstens 50 fertige Konrad-Container aus Jülich zwischenzeitlich nach Leese zurückkehren sollen. Außer den Steyerberg-Fässern lagern in Leese noch weitere 3.400 Behälter mit radioaktiven Abfällen. Auch sie sollen kurzfristig nachbehandelt werden, um sie in einen endlagerfähigen Zustand zu bringen, so das Ministerium.

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Die sogenannten "Steyerberg-Fässer" im Zwischenlager Leese. © Umweltministerium Niedersachsen Foto: Joachim Bluth

Zwischenlager Leese: 200-Liter-Fass mit Atommüll beschädigt

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 20.08.2021 | 06:30 Uhr

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