Stand: 09.04.2019 18:17 Uhr

AKW Grohnde: Fahrplan für Rückbau vorgestellt

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Es wird noch viele Jahre dauern, bis das AKW Grohnde aus der Landschaft verschwunden ist. (Archivbild)

Ende Dezember 2021 ist das Atomzeitalter im Landkreis Hameln-Pyrmont zu Ende. Dann wird das Kernkraftwerk in Grohnde abgeschaltet. Doch bis das Kraftwerk und damit die Radioaktivität ganz verschwunden sind, wird es noch einige Jahre dauern. Am Dienstag hat der Kraftwerksbetreiber Preussen Elektra den Fahrplan für den Rückbau der Anlage vorgestellt.

Unklar, wann Kühltürme verschwinden

Der stufenweise Rückbau des Kraftwerks werde bereits vorbereitet, so der Betreiber. Erste Anträge hat Preussen Elektra bei den Behörden schon gestellt. Seit Anfang des Jahres gehört das Zwischenlager für den radioaktiven Müll nicht mehr dem Kraftwerksbetreiber, sondern dem Bund. Nach 2021 werde es aber noch fünf Jahre dauern, bis die Brennelemente in den entsprechenden Behältern verpackt seien, sagte Werksleiter Michael Bongartz NDR 1 Niedersachsen. Danach müsse das Gebäude von innen zurückgebaut werden. "Es wird also noch viele Jahre dauern, bis wir nennenswerte Abrissmaßnahmen von außen sehen. Das wird eher Mitte bis Ende der 2030er-Jahre sein", so Bongartz. Unklar ist, wann die beiden großen Kühltürme verschwinden.

Weiteres Zwischenlager nötig

Rund 1,3 Milliarden Euro wird der Rückbau des Kraftwerks voraussichtlich kosten. 2023 soll auf dem Gelände noch ein weiteres Zwischenlager für den radioaktiven Abfall entstehen. Das werde gebraucht, solange es noch kein Endlager für Atommüll gebe, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 09.04.2019 | 17:00 Uhr

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