Stand: 06.12.2019 14:48 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Salzgitter AG: EU vergibt 150-Millionen-Euro-Kredit

Der Stahlkonzern Salzgitter AG erhält 150 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die Laufzeit des Darlehens ist standardmäßig auf acht Jahre festgelegt, teilte ein Konzernsprecher NDR.de mit. Das Unternehmen wolle das Geld nutzen, um mit Innovationen und Digitalisierung nachhaltiger zu werden. "Mit den EIB-Mitteln können wir unsere intensive Forschung und Entwicklung für eine innovative und nachhaltige Stahlproduktion fortführen", sagte Salzgitter-AG-Finanzvorstand Burkhard Becker. Das diene auch dem Joberhalt. "Die Investition wird helfen, rund 750 Arbeitsplätze im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation von Salzgitter zu sichern", lässt sich EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle in einer Mitteilung zitieren.

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Niedersachsen 18.00

Salzgitter AG rechnet mit hohem Gewinnrückgang

26.09.2019 18:00 Uhr
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Das Bundeskartellamt ermittelt gegen die Salzgitter AG wegen Preisabsprachen. Das drückt auf die Bilanz: Das Unternehmen rechnet mit einem Verlust in zweistelliger Millionenhöhe. Video (00:33 min)

Darlehen stärkt internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Finanzierung ist Teil einer EU-Investitionsoffensive für Europa. Im Rahmen des sogenannten Juncker-Plans arbeiten EIB und Europäische Kommission zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft international zu stärken. EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle sagte: "Mithilfe des Darlehens kann Salzgitter sein technisches Know-how ausbauen, insbesondere im Bereich hochfester Leichtstähle für den Verkehrssektor - von der EU als Schlüsseltechnologie bei den neuen Werkstoffen eingestuft."

 

"Salcos": Mit Wasserstoff CO2 reduzieren

Nachfragen des NDR zu Zinssatz, konkreten Projekten und Standorten, die von den Geldern profitieren könnten, wollte der Konzern nicht beantworten. Ein aktuelles Modernisierungsprojekt des Salzgitterkonzerns trägt den Namen "Salcos" ("Salzgitter Low Carbon Steelmaking"). Mit einer Umstellung der Produktion auf Wasserstoff als Energielieferant will die Salzgitter AG mittelfristig bis zu 85 Prozent CO2 einsparen. "Wie mit unserem Salcos-Projekt aufgezeigt, sind wir technologisch in der Lage, mittels Wasserstoffes signifikante CO2-Reduzierungen zu erzielen. Das Projekt ist ein bedeutender Baustein auf dem Weg in eine klimafreundlichere Stahlproduktion", sagte Salzgitter-Vorstand Heinz Jörg Fuhrmann im November. Der Konzern stößt bei der Stahlproduktion nach eigenen Angaben pro Jahr acht Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid aus.

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Nachrichten aus dem Studio Braunschweig

10.07.2020 17:00 Uhr
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 06.12.2019 | 07:30 Uhr

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