Eine 3D-Mikroskopische Aufnahme zeigt die inneren Haarzellen einer Maus. © Daniel Keppeler Foto: Daniel Keppeler

Besser hören dank Licht - Göttinger Forscher machen Hoffnung

Stand: 26.04.2021 21:00 Uhr

Die Forschung des Göttinger Leibniz-Preisträgers Tobias Moser weckt Hoffnung bei Gehörlosen: Dank Lichtimplantaten soll es möglich sein, deutlich besser zu hören als mit üblichen Cochlea-Implantaten.

Bei dem Verfahren werden akustische Signale in Lichtimpulse übersetzt und mit LED-Technik für die daran genetisch angepassten Hörzellen im Ohr übersetzt. Dank der Lichtimpulse sollen mehr Frequenzen abgebildet werden als bei Cochlea-Implantaten. An Mäusen sei das bereits erfolgreich getestet worden, sagte Moser NDR Niedersachsen. Nun machen auch weitere Simulationen Hoffnung - in diesem Fall mit einem 3D-Modell der Hörschnecke von Weißbüschelaffen. Dafür arbeitet Moser mit Forschern des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) zusammen, die das Modell entwickelt haben.

Studien an Menschen ab 2025

Am Computer nun haben die Forschenden simuliert, wie sich die Lichtsignale im Ohr verbreiten und ob sie auch da ankommen, wo sie ankommen sollen: bei den Hörzellen. Nach Angaben der Primatenzentrums kann das Lichtimplantat deutlich mehr Informationen an die Hörschnecke liefern als normale Cochlea-Implantate. Der nächste Schritt wären Tests an lebenden Weißbüschelaffen, dafür muss das DPZ einen Antrag stellen. Und für 2025 sind schließlich klinische Studien an Menschen geplant.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 27.04.2021 | 06:30 Uhr

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