Stand: 30.04.2020 14:12 Uhr

235.000 Kunden stimmen VW-Diesel-Vergleich zu

Der Auspuff eines Volkswagen-Pkw ist vor der Silhouette des VW-Verwaltungshauses in Wolfsburg zu sehen. © picture alliance/Julian Stratenschulte Foto: Julian Stratenschulte
Rund 90 Prozent der betroffenen Dieselkunden haben den Vergleich mit VW akzeptiert.

Kurz vor dem Ablauf der verlängerten Annahmefrist hat sich der VW-Konzern im Dieselskandal mit rund 235.000 Kunden auf einen Vergleich geeinigt. Volkswagen zahlt ihnen insgesamt rund 750 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mit. Weitere 17.000 Fälle werden noch geprüft.  Nach Angaben des Oberlandesgerichts Braunschweig hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen seine Musterfeststellungsklage gegen VW heute zurückgenommen. Damit ist das Verfahren offiziell beendet.

Frist um zehn Tage verlängert

Den Vergleich hatten der Autokonzern und die Verbraucherschützer im Februar ausgehandelt. Eigentlich war die Frist zur Teilnahme schon am 20. April abgelaufen. Sie wurde von VW jedoch wegen der starken Nachfrage um zehn Tage verlängert. Rund 90 Prozent der angeschriebenen Dieselkunden nahmen das Vergleichsangebot an. Sie sollen je nach Alter und Typ des Fahrzeugs mit Beträgen zwischen 1.350 und 6.250 Euro entschädigt werden. Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich ab dem 5. Mai mit Klagen von VW-Kunden, die weiter Schadenersatz fordern.

Auto muss vor 2016 gekauft worden sein

Ursprünglich hatten sich sogar 470.000 Personen für die Musterfeststellungsklage registriert. Die endgültige Zahl fiel niedriger aus, weil man sich in den Verhandlungen darauf verständigte, nur Dieselhalter zu berücksichtigen, die ihren Wagen vor dem 1. Januar 2016 gekauft haben. VW hatte im September 2015 zugegeben, millionenfach Abgaswerte von Dieselautos mit einer Software frisiert zu haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.04.2020 | 13:00 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

VW

Mehr Nachrichten aus der Region

Ein "9 Euro ÖPNV"-Ticket wird vor einer Rostocker Straßenbahn in die Höhe gehalten © imago Foto: imago

Neun-Euro-Ticket: Verkehrsbetriebe fürchten Probleme

Nur wenige können zusätzliche Busse und Bahnen bereitstellen, wenn ab 1. Juni mehr Menschen den Nahverkehr nutzen. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen